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Trennung von Kollegin und Ehe

M
Hallo,
nach langer Zeit schreibe ich jetzt auch hier. Ich bin 44 Jahre alt, bin/war mit meiner Frau 15 Jahre zusammen.
2023 habe ich mit einer Kollegin eine S. Affäre begonnen, in die ich mich verliebt habe. August 2024 habe ich meiner Frau alles gesagt, und bin Ende 2024 in eine eigene Wohnung gezogen.
Zwischen August 2024 und Februar 2025 gab es ein ständiges hin und her zwischen einer Beziehung zu meiner Kollegin und meiner Frau. Ich konnte keinen von beiden aus meinem Leben gehen lassen, und selbst war völlig überfordert mit der emotionalen Zerissenheit. Schlussendlich musste es so kommen, dass meine Kollegin (nachdem ich zum x-ten Mal einen Beziehungsversuch abgebrochen hatte) den Kontakt vollständig abgebrochen hat, und mich komplett ignoriert.
Meine Frau kann sich grundsätzlich weiterhin eine Beziehung mit mir vorstellen, es ist aber ausgeschlossen solange ich Gefühle zu meiner Kollegin habe. Daher haben wir ein freundschaftliches Verhältnis, sehen uns auch ab und zu, sind aber getrennt. Ich komme nicht wirklich darüber hinweg. Ich denke ständig an meine Kollegin, und denke auch dass es ein Fehler war es nicht 100% mit ihr versucht zu haben. Ich vermisse sie stark, und es kommt immer wieder hoch. Irgendwie kriege ich das ganze nicht abgeschlossen, so dass es ok ist, wenn ich an sie denke. Wenn wir uns auf der Arbeit sehen ignorieren wir uns, sprechen auch nicht miteinander. Danach bin ich zwei Tage fertig mit der Welt, und würde am liebsten im Bett bleiben.
Ich denke, dass sich durch das Ignorieren die Sehnsucht noch verstärkt. Wie kann man mit so etwas abschließen? Ich wäre gerne wieder mal glücklich. Oder würde Freude empfinden. Es fühlt sich aber alles so leer und traurig an.

Gestern 19:38 • #1


M
Hallo. Wenn bis Februar noch das Hin und Her ging und wir haben März..dann ist das alles ja komplett frisch.

Ich verstehe den Rückzug deiner Kollegin. Da musst du jetzt durch. Das nicht Entscheiden können über einen längeren Zeitraum hat nicht nur bei dir sondern auch bei den beiden Frauen Spuren hinterlassen.

Du kannst dem ganzen nur Zeit geben und hoffen dass deine Kollegin ähnlich fühlt.

Ich rate aber mal gründlich dein Verhalten zu überdenken. Und lass Dich bloß nicht wieder auf Deine Frau ein, aus Mitleid oder weil Du nicht alleine sein kannst...

Gestern 19:43 • x 2 #2


A


Trennung von Kollegin und Ehe

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R
Zitat von Martin_S:
Wie kann man mit so etwas abschließen? . ...

Anderen Arbeitsplatz suchen!


Und in Zukunft den Grundsatz beachten Never f....

Gestern 19:46 • x 6 #3


Worrior
Das ist halt der Fluch wenn man auf der Arbeit was anfängt.
Es wäre natürlich ein Fehler die Exfrau jetzt zur Lückenbüßerin zu machen.
Die Kollegin hat zumindest Konsequenz bewiesen.
Wenn ich auch für das ganze Verhalten an sich nicht tolerieren.
Jetzt heißt es den Fokus auf sich selbst zu setzen, an sich und an seinen Baustellen zu arbeiten.
Auf den schnellen Dopaminkick zu verzichten um nachhaltig gut aufgestellt zu sein.
Wird nicht leicht!

Gestern 19:49 • x 1 #4


Korval
Wenn ich das so lese, dann ist mein erster Gedanke: Werde dir erst einmal klar was du wirklich willst. Das Bereuen kommt jetzt wo deine Kollegin dir die Tür sogesehen vor der Nase zugeschlagen hat- zurecht. Du hast dir quasi überall deine Leckerlis geholt und konntest (oder wolltest?) dich nicht entscheiden. Sogesehen hat das jetzt eine der Frauen für dich getan. Chapeau an der Stelle an sie!

Das ihr euch noch auf der Arbeit seht ist wohl der Grund das du nicht loslassen kannst. Die Kommunikation ist ja schon eingestellt, aber der visuelle Reiz ist noch da und hier wäre zu schauen ob du vielleicht Schichten tauschen oder versetzt werden kannst.

Ich weiß nicht ob es gut wäre wenn du zu deiner Ehefrau zurückkehrst. Du hast ihr bereits einmal wehgetan. Was würde dich daran hindern es wieder zu tun? Was hätte sich geändert? Das Vertrauen hat definitiv einen Riss bekommen und ob der nochmal zu kitten ist ist fraglich.

Gestern 19:53 • x 3 #5


C
Zitat von Martin_S:
Ich konnte keinen von beiden aus meinem Leben gehen lassen, und selbst war völlig überfordert mit der emotionalen Zerissenheit.

First think, then act. Charakterstärk zeichnet sich dadurch aus, auch mal unangenehme Entscheidungen zu treffen. Tut man das nicht, werden sie einem meist abgenommen, so hier durch die Affäre.

Gestern 20:27 • x 3 #6


H
Zitat von Martin_S:
Ich denke ständig an meine Kollegin, und denke auch dass es ein Fehler war es nicht 100% mit ihr versucht zu haben. Ich vermisse sie stark, und es kommt immer wieder hoch.

Und war es das gleiche Gefühl, zu Deiner Frau, wenn Du mit Deiner Kollegin zusammen warst? Oder war das das schlechte Gewissen und die freundschaftliche Verbundenheit? Hat Dir Dein Kopf gesagt, dass man 15 Jahre nicht einfach aufgibt? Was bewog Dich Deine AF immer wieder zu verlassen? Liebe? Gewohnheit? Das-tut-man-nicht?

Ich denke Du hast ein Problem Deine Gefühle zu benennen und Deinem Herz zu folgen. Und diese Klarheit kommt erst mit etwas Abstand. Du brauchst Zeit. Dummerweise arbeitet diese gefühlt gegen Dich. Denn noch wartet Deine Frau freundlicherweise. Deine Kollegin schon nicht mehr wirklich. Wobei selbst da gibt es, bei soviel Geduld und Leidenschaft vorher, vielleicht immer noch eine Möglichkeit. Aber Du brauchst tatsächlich Zeit um dich zu sortieren. Nimm sie Dir. Alles andere bringt nur mehr Chaos. Mit Gewalt bringt man niemanden den man liebt aus seinem Kopf. Die Zeit wird Dir zeigen wer es ist.

Heute 04:48 • x 2 #7


Gorch_Fock
Respekt erstmal an die Kollegin, dass sie aus dem miesen Spiel ausgestiegen ist. Dieses Geheule der Affairenmänner ist vielleicht auch noch mal Warmung für die stillen Mitleserinnen, die denken, dass ihr AM ganz anders ist.

Meist sind Kinder oder ganz einfach der Wohlstandsverlust durch die dann folgende Scheidung die Hauptgründe für einen Rückzug zum vermeindlich sicheren Hafen Ehefrau.

Wenn diese clever ist, setzt sie iden TE auch für die Tür. Denn genau dass ist das Risiko, nachher sind alle Beziehungspartner weg. Und ggf. sogar der Arbeitsplatz, wenn die Zusammenarbeit unmöglich wird.

Heute 05:18 • x 7 #8


K
Da die Trennung von der AF so frisch ist, ist es klar, dass Du emotional noch nicht klarkommst. Du solltest das Thema völlig losgelöst von Deiner Ehefrau sehen. Durch die Zeit musst Du Dich jetzt durchquälen, da hilft nix, ausser einem Arbeitsplatzwechsel. Aber selbst dann hast Du den Trennungsschmerz, der dann halt nur nicht mehr so krass wieder hochkommt, wenn sie auf der Arbeit erscheint. Die Lösung ist leider nur die Zeit.

Der zweite Punkt, an den Du gehen musst, ist Dein Ego. Du hast Deine Frau nicht losgelassen und wahrscheinlich nicht klar Stellung zu Deiner AF bezogen (wenn ich das richtig gelesen habe). Damit bist Du weder zu 100% bei der AF, noch bei Deiner Ehefrau. Wie soll da die Beziehung zu einer von beiden funktionieren? War der Gedanke, ein Fallback zu Deiner Ehefrau zu haben, wenn es mit der AF nicht klappt? Falls ja, wäre das ne ziemlich miese Aktion, denn die Gefühle der beiden Menschen, die auch ein eigenes Leben haben und glücklich sein wollen, sind Dir in dem Fall nicht so wichtig.

Dritter Punkt: Jetzt, wo die AF das Spielchen nicht mehr mitmachen will (sie wird emotional auch ordentlich gelitten haben), wartet Deine Frau schön auf Deine Genesung - mach da jetzt nicht noch den nächsten Fehler und geh zu ihr zurück, weil Du nicht allein sein kannst und irgendeine Art von Beziehung brauchst. Wenn Du zurückgehst, dann weil Du eingesehen hast, einen Riesen-Fehler mit der AF gemacht zu haben (und selbst dann nicht zurückwollen würdest, wenn sie dazu bereit wäre). Und selbstverständlich, weil Du Deine Frau liebst.

Ansonsten kann ich Dir versprechen, dass Du die Grundlage für das nächste Thema hier im Forum legst. Nämlich, dass Deine Frau dann auch gegangen ist.

Heute 06:52 • x 3 #9


Luto
Zitat von Martin_S:
Ich wäre gerne wieder mal glücklich. Oder würde Freude empfinden

das kommt wieder, aber vermutlich nicht schon übermorgen, und vermutlich an anderen Orten und mit anderen Personen.

Heute 07:18 • x 2 #10


WillyWichtig
Nicht böse gemeint aber mit so einem Dreieck kann man sich nur in die Sch… reiten!

Respekt an die Kollegin, dass sie so etwas nicht mitmacht.

Eine Affäre ist für alle beteiligten eine riesige Belastung.

Am Ende gibt es nur Tränen.

Du solltest dir die Frage stellen, ob du das so bei der Arbeit aushältst.
Vielleicht eine Weile Urlaub nehmen.

Abstand hilft!

Willy

Heute 07:25 • x 2 #11


Vicky76
Zitat von rudi333:
Anderen Arbeitsplatz suchen!

Oder warten......
Ich warte auch hin und wieder, bis Menschen gehen.

Heute 08:32 • x 1 #12


aequum
Zitat von Martin_S:
Wie kann man mit so etwas abschließen? Ich wäre gerne wieder mal glücklich. Oder würde Freude empfinden. Es fühlt sich aber alles so leer und traurig an.

Einmal ganz davon abgesehen, dass Du gleich zwei Frauen unglücklich gemacht hast, siehst Du nur Dich als Opfer. Allein das zeigt bereits auf was für einen schwachen Charakter Du zu haben scheinst.

Nur Du allein hast Dich in diese Situation herein gebracht und dabei die goldene Regel ausser Acht gelassen, die da sagt: Never fu_k the Company.

Respekt für die Kollegin die sich konsequenterweise aus diesem Dreieck befreit hat.

Aus Deinem Dilemma wirst Du nur herauskommen, indem Du beide Frauen in Ruhe lässt und von beiden Abstand hältst.
Der Abstand zur Kollegin wird Dir nur durch einen Jobwechsel gelingen.

Vor 44 Minuten • x 1 #13


A
@martin_s Ich freue mich für deine Kollegin, dass sie den Absprung geschafft hat. Schon mal überlegt, wie leer und traurig sich deine EF fühlen muss? Für mich wärst du unten durch, da deine Gefühle für die AF, welche auch immer, ja noch vorhanden sind und du zu schwach bist, eine finale Entscheidung zu treffen.

Vor 27 Minuten • #14


F
Zitat von Martin_S:
Ich denke ständig an meine Kollegin, und denke auch dass es ein Fehler war es nicht 100% mit ihr versucht zu haben. Ich vermisse sie stark, und es kommt immer wieder hoch. Irgendwie kriege ich das ganze nicht abgeschlossen, so dass es ok ist, wenn ich an sie denke. Wenn wir uns auf der Arbeit sehen ignorieren wir uns, sprechen auch nicht miteinander. Danach bin ich zwei Tage fertig mit der Welt, und würde am liebsten im Bett bleiben.
Ich denke, dass sich durch das Ignorieren die Sehnsucht noch verstärkt. Wie kann man mit so etwas abschließen? Ich wäre gerne wieder mal glücklich. Oder würde Freude empfinden. Es fühlt sich aber alles so leer und traurig an.

Es wird Dich ewig begleiten. Vielleicht solltest Du erstmal allein bleiben und zunächst Deine Gefühle einordnen.
Das kann dauern

Gerade eben • #15


A


Trennung, Scheidung, Beziehungsende & Loslassen Tipps

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