Hallo,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich schreib es einfach mal hier hin, vielleicht hilft das ein wenig.
Seit Donnerstag weiß ich, dass mein (Noch-)Mann sich von mir trennen will.
Wir sind jetzt seit fast 13 Jahren zusammen. Seit September 2009 sind wir verheiratet und haben zwei super süße Jungs im Alter von 5 und fast 2 Jahren.
Seit der Geburt von Nr. 2 hat sich viel bei uns geändert. Sicher liegt das auch an mir. Die Geburt verlief... Suboptimal und der Kleine mußte für eine Woche auf Intensivstation - daran hatte ich lange zu knabbern.
Ich glaube da hat es angefangen, dass mein nun bald Ex sich mehr und mehr zurückgezogen hat. Er wußte wohl nicht mit mir umzugehen.
Seit nunmehr fast einem Jahr sehen wir uns kaum noch. Er arbeitet dauerhaft in Spätschicht, deshalb haben wir uns während der Woche eh nicht viel gesehen, aber wir waren am Wochenende zusammen und haben die Zeit als Familie genoßen.
Es fing an, dass er immer häufiger auch am Wochenende weg ist... mit 'Kumpels', 'Arbeitskollegen' oder 'Kameraden der FFW'.
Je mehr er sich rar gemacht hat, desto größer wurde mein Frust und es gab fast wöchentlich Streit.
Sicherlich habe ich vieles Gesagt, dass nicht richtig war, aber ich wollte das er merkt, dass er mich verletzt, wenn er immer Weg ist und ich alleine zu Hause sitze und die Kinder hüte. Ich habe sogar einen Babysitter organisiert.... auf den wir nie zurückgegriffen haben.
Als wir mal gemeinsam aus waren, weil meine Schwiegermutter auf die Kinder aufgepasst hat, damit wir 'reden' konnten - glich das Ganze einem Monolog und ich gab auf.
Letzte Woche dann wieder ein Streit und ich sagte: Wenn Du mich nicht mehr erträgst, dann zieh bitte aus. Sag es mir und geh.....
Am Donnerstag rief mich eine Freundin an und fragte was denn bei uns los sei. Daraufhin sagte ich nichts.
Antwortet sie: Du weißt schon das sein Mann überall erzählt das ihr euch am Wochenende getrennt habt?!
Nach dem Streit hat er mir mit Gesten und Worten das Gefühl gegeben, dass wir uns auf einem guten Weg befinden uns wieder anzunähern. Ich hab mich so wohl gefühlt wie lange nicht mehr in seiner Gegenwart.
Und dann das. Das war wie ein SChlag ins Gesicht. Sie erzählt mir dann auch gleich noch, dass seine Mutter die Kaution und die Maklergebühren für ihn übernehmen will und das sie ihm einen Roller kaufen will, damit ich das Auto haben kann - wegen der beiden Jungs. (Danke, kann er behalten - das kann ich gar nicht alleine finanzieren. Er im übrigen auch nicht.)
Gestern dann kam es dann mal endlich zu sowas wie einem 'Gespräch'. Er sagte zu mir: Ich ziehe aus, lass uns Freunde bleiben, Du bist schließlich die Mutter meiner Kinder. Aua, das hat gesessen. Seit dem habe ich das Gefühl, dass ich komplett neben mir stehe.
Ich weiß gar nicht wo ich Anfangen soll, den Scherbenhaufen der mal mein Leben war und der jetzt vor mir liegt abzutragen und zu beseitigen damit ich mein Leben fortsetzen kann....
Heute morgen hab ich mich an den PC gesetzt um die ein oder andere Kündigung zu schreiben - Wohnung/Garage/Turnverein und Musikschule und was muss ich finden?! Eine Schufa-Auskunft vom 19.03. von Immobilienscout auf den Namen meines Mannes!
Er sagte mir gestern, dass er erst am letzten Wochenende beschlossen hat auszuziehen! Ich fühle mich so enttäuscht, wenn er schon alles beendet, warum lügt er mich dann auch weiterhin an?
Eine Andere soll es in seinem Leben nicht geben, komisch finde ich nur, dass er den 01.06. als Termin seines Auszugs plant.... das ist genau der Tag an dem auch seine beste 'Freundin' und ihr Mann getrennte Wege gehen werden.... Bin ich paranoid? Bin ich so schrecklich, dass man mit mir nicht leben, bzw. reden kann?
Die Jungs sind das Wochenende bei Ihren Pateneltern und kommen später erst wieder Heim, ich will nicht vor Ihnen ständig in Tränen ausbrechen, aber ich habe keine Ahnung wo ich die Kraft dazu hernehmen soll.
Der Große wird bestimmt fragen was los ist, was soll ich ihm sagen?!
Ich bin gerade so durch den Wind.... Für die Jungs wird es bestimmt schlimm, wenn ihr Papa nicht mehr bei Ihnen wohnt, aber was, wenn ich die Wohnung nicht auf meinen Namen anmieten kann und sie auch noch aus der gewohnten Umgebung raus müssen?!
Am Dienstag hab ich - eigentlich wegen einer anderen GEschichte - einen Termin bei einer Erziehungsberatung, die auch mit Trennungen zu tun haben, ich hoffe dort bekomme ich einen Tipp wie es für mich und die Jungs jetzt weitergehen kann. Ich hoffe ich bekomme die Kinder und die Arbeit und alles was so als Alleinerziehende auf mich zukommt in den Griff. Ich will da nicht auch versagen....
Ich weiß auch gar nicht mit wem ich über all das Reden kann. Meine Familie wohnt weit weg und hat vor allem eigene Probleme. Meine beste Freundin ist schwer krank und wenn ich sie jetzt noch mit meinem Seelenmüll zuwerfe....
Sorry, wenn ich Euch jetzt damit zumülle, aber hier im anonymen Internet kann ich mich wenigstens ausheulen.
Danke für Euer Verständnis
eine zutiefst getroffene verzweifelte Mel
30.03.2014 09:43 •
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