Hallo erstmal.
Ich fange am besten ganz am Anfang an.
Sie (23) und ich (22) haben uns im Sommer 2010 kennen gelernt... es war nicht geplant und es is enfach passiert, wie es eben meistens bei solchen Dingen ist. Ich habe mich dann auch in sie verliebt und sie sich auch in mich, obwohl sie zur Anfangszeit noch in einer Trennungsphase mit ihrem Exfreund war - ich denke ich habe ihr in dieser Zeit einfach gut getan, anfangs waren wir auch mehr Freunde oder - klingt blöd, ich weiß - Seelenverwandte. Denn bei uns war einfach von Anfang ein Vertrauen da, wie man es selten bei Menschen hat. Wir wussten dass wir uns alles erzählen können und anvertrauen können.
Nach einiger Zeit wollte sie mehr von mir; nur ich war mir nie sicher. Ich wusste nie, ob ich sie genauso liebe wie sie mich und ob es von meiner Seite für eine Beziehung reicht. Es ging eine ganz lange Zeit Hin und Her und sie hat immer wieder darum gekämpft und ist bei mir geblieben obwohl ich mich nie so recht entscheiden wollte. Das hat ihr viel Kraft gekostet.
Im Oktober 2011 habe ich mich nach langer Zeit doch entschieden mit ihr zusammen zukommen. Sie war natürlich überglücklich, weil sie das, worum sie solange gekämpft hat endlich bekommen hat. Auch ich war glücklich und erleichtert, nach einer so langen Zeit endlich eine Entscheidung getroffen zu haben.
Jedoch ging es nicht lange gut. Als wir an Weihnachten in ihre Heimat gefahren sind, kam wieder dieses unentschlossene, ambivalente Gefühl in mir hoch. Leider bin ich so ein Mensch, der ehrlich sein muss - ich habe es ihr während der Urlaubstage gesagt dass ich mir unsicher bin und nicht weiß ob ich sie genug liebe. Der Totschläger war aber dieser Satz meinerseits: Ich habe zu ihr gesagt, dass ich das Gefühl habe dass in der Vergangenheit alles besser war und das meine alte Beziehung besser war. Diesen Satz bereue ich bis heute. Nach diesen Tagen war alles ganz anders. Sie konnte mich nicht mehr an sich heranlassen - und schließlich hat sie irgendwann Schluss gemacht, genauer gesagt Ende Januar.
Sie sagte, sie konnte nicht mehr, hatte keine Kraft mehr, sie ist Nachts oft weinend da gelegen vor lauter Angst, dass es wieder so gekommen ist. Ich kann sie in der Hinsicht auch mehr wie verstehen.
Nachdem wir fast 2 wochen kein kontakt mehr hatten, haben wir uns getroffen - ich habe sie in mein Auto gepackt und wir sind an ein abgelegenes Plätzchen gefahren. Dort haben wir geredet und ich habe mich entschuldigt für alles. Nach einiger Zeit sagte sie mir weißt du, wie gern ich dich jetzt küssen würde? und ich meinte darauf nicht nur du! Dann meinte sie, es stehe ihr eine Mauer im Weg, eine Angst die alles verhindert. (Schließlich haben wir uns dann doch geküsst, mehr aber nicht). Dann ging das noch eine ganze Weile hin und her, sie liebt mich noch, weiß aber nicht wie sehr, dann doch nur freundschaftlich, und dass den ganzen Februar hindurch - es hat mich innerlich zerstört und kaputt gemacht, und ich wusste wie sie sich all die ganze Zeit gefühlt haben musste.
Schlussendlich habe ich ihr letzten Mittwoch einen letzten Brief vor die haustüre gestellt, inklusive Bildercollage von schönen Zeiten einer Musik CD mit passenden Liedern. In dem Brief habe ich mich für alle schönen Momente bedankt und mich für jede Wunde die ich ihrem Herzen zugefügt habe entschuldigt. Darauf kam bis Sonntag erstmal keine Reaktion. Dann schreibt sie mir auf einmal sie wolle nächste Woche ihre ganzen Sachen haben, inklusive der gemeinsamen Meerschweinchen. Ich habe ihr darauf gesagt ich kann ihr auch alles gleich vorbei bringen - okay- gesagt, getan. Meerschweinchen und alles durm und dran zusammengepackt und ihr vorbeigebracht. Das Treffen war emotionslos. Wir haben kaum geredet und zum Abschied war nichtmal eine Umarmung drin. Aber was erwarte ich auch.
Am Abend des gleichen Tages meinte sie dann ihr wäre es auch lieber wenn wir den FB kontakt löschen, weil sie nicht immer lesen will was ich gerade tue.
Im Endeffekt sind wir uns übereingekommen, dass wir beide uns jetzt erstmal auf uns konzentrieren wollen und Gras über alles, was passiert ist wachsen lassen wollen. Ich sehe den Punkt ja auch ein, aber wieso tut es manchmal immer noch so weh? Es hört einfach nicht auf, es ist schon so lange her... und manchmal hoffe ich sogar noch auf eine Wiederzusammenkunft, sobald Gras darüber gewachsen ist... Ich weiß manchmal nicht mehr was ich denken oder fühlen soll, und habe eine innere Unruhe und muss auch immer daran denken ob sie schon einen neuen hat... Aber ich denke die Gefühle kennt ihr alle zu gut....
Schlussendlich meinte sie auch, dass wenn es wirklich sein soll findet man auch wieder zueinander...
Das wollte ich loswerden...
Vielen Dank für die Antworten schon im Voraus!
13.03.2012 14:01 •
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