[quote author=GerdS link=board=allgemeines;num=1117803351;start=42#43 date=06/07/05 um 22:46:35]Hallo ratepapst,
in der Diskussion verfechtest Du die Aussage, daß es sich lohnt, zu kämpfen.
Du sagst weiterhin, daß es ein großes Glück sein kann, wenn man diesen Kampf gewinnt.
Zum Einen würden mich Deine Methoden interessieren. Wie war Deine Situation, die Begleitumstände der Trennung (oder Vortrennungs- und Ambivalenzphase), wann hast Du agiert/reagiert, wie hast Du agiert/reagiert, wie stabil schätzt Du Deine jetzige Beziehung ein?
Um bei dem Boot zu bleiben - das Problem in dieser Situation Boot oder Beziehung ist die Tatsache, daß der Partner sich meist nicht herauslehnt sondern sich einfach aus dem Boot fallenlässt. Da ich ja auf der Kante sitze - kannst Du davon ausgehen, daß mindestens mein Hintern nass wird wenn nicht - ich auch das Schwimmen üben darf...
Ich denke, es wurden bis zur Trennung viel zu viele Fehler gemacht, falsch kommuniziert (garnicht?), nur daß sich so langsam einer immer mehr aus dem Boot lehnt, bekommt man nicht mit (oder will man nicht mitbekommen).
Wenn Einer dann das Boot verläßt, dann schau mal, wie kraftanstrengend es ist, einen wieder aus dem Wasser ins Boot zu ziehen... oft springt er nämlich in das viel größere breitere Boot (zum neuen Partner) rüber, welches an den Seiten neue Dämpfungsbojen hat und viel besser trägt.
Es mag dann ein sehr schönes Gefühl sein, der Sieger zu sein - gegen das Neue (wogegen das Alte in der Regel keine Chance hat) zu gewinnen. Es wird viele Erfolgsgeschichten geben, die gekämpft haben, gewonnen haben... und es wird viele triefende Hunde geben, die verloren haben... (aber unglaublich gestärkt aus dieser Niederlage gehen - daher finde ich diese Niederlage als Alternative und Chance zu wachsen im Nachgang viel bereichender).
Es ist schwer, ein Haus, das abgebrannt ist, gegen Feuer zu versichern. Besser wäre es, prophylaktisch zu arbeiten. Und hier werden meiner Meinung nach die größeren Fehler gemacht.
Es ist schwer...
Ein Muster, in dem ich mich hier sehe ist der Fehler, anzunehmen, Liebe sei etwas unendliches, wenn ich gebe, bekomme ich auch automatisch... Man denkt, man hat es ja mit erwachsenen Menschen zu tun - er wird ja nicht vergessen, woher es kommt. Gebe ich Gutes in eine Sache, wird Gutes kommen (Du wirst es nicht glauben, daran glaube ich... verrückt nicht? Es hat sich nicht erfüllt trotz meines intensiven Glaubens daran - alle sagten nach der Trennung zu mir, wie kann man nur so naiv sein...).
Was erreicht man mit seiner unendlichen Liebe? Man verzieht viele Partner wie ein kleines Kind - es kennt keine Grenzen mehr, wird satt und überdrüssig, unverschämt, frech, rücksichtslos. Und ich Depp habs ja nicht anders verdient - wie kann ich annehmen, daß Hirn vorhanden ist.
Was sagt ein Sprichwort:
Die sehende Liebe sieht und füllt die Grenzen.
Die blinde Liebe glaubt, sie sei unendlich.
Jakob Schneider
Also: natürlich kann Deine Idee funktionieren, leichter aber bevor jemand aussteigt. Wenn sich jemand gegen Einen entschieden hat, ist es schwer, ihn zur Umkehr zu bewegen (und will man das, wenn z. B. seit 9 Monaten ein Verhältnis läuft). Und auch danach ist die Basis, das Miteinander interessant.
Deswegen interessiert mich auch Dein Fall und Deine Methoden. Vielleicht kann ich da etwas lernen. Gruß, Gerd[/quote]
Hallo Ihr Lieben,
das wichtigste an allem ist,
das wir alle eine ganz unterschiedliche Vorstellung davon haben, was Liebe ist! :-*
Und vor allem wie sich auszudrücken hat und wie man selbst sie zeigt! :-/
daran beissen sich Wissnschaftler, Dichter, Romanautoren und Paare seit Jahrhunderten die Zähne aus! :-X
Immer wieder aber, kann man hier lesen, dass einige genau zu wissen scheinen, wie sich jemand zu verhalten hat, der liebt,bzw. den man liebt?
Was ist den Liebe? ???
Von welcher Liebe sprechen wir, denn? ::)
Was wir wollen ist keine Liebe sondernSicherheit!
Alle Gefühle von Kränkung, Verletzung,Angst, und Verlässlichkeit ,die hier angesprochen werden zielen darauf ab, dass ein Partner mir eine vertraute Sicherheit bieten soll. Und mir diese negativen Gefühle vom Hals hält! 8)
Tut er das nicht, liebt er mich automatisch nicht. :(
In Umfragen, haben Männer z. B: immer wieder gesagt, dass wenn sie ihre Frauen betrügen ,dass meist nichts damit zu tun hat dass sie sie nicht mehr lieben.
Gerade weil Männer ihre Frauen lieben, gehen sie oft fremd-würden sie aber nicht verlassen!(Paradox?) :-/
In einer Gesellschaft braucht es Regeln. 8)
Damit Gemeinschaft möglich ist. Alle Menschen die zusammen leben wollen brauchen eine verlässliche Ordnung innerhalb der sie sich zurechtfinden können und sollen. :)
Deshalb hat man auch die Ehe erfunden. :)
Gefühle,haben die Eigenschaft, diese Ordnung in Frage zu stellen. ???
Das erkennt man daran, dass es das Gefühl einen feuchten Kericht interessiert ,ob Du verheiratet bist oder nicht-Du verliebt Dich einfach.basta! :-*
Was unsere Gesellschaft jetzt macht ist, dass sie dieses Verhalten jetzt bewertet. 8)
Du bist ein guter Ehemann oder eine schlechte Ehefrau-wenn Du dies oder jenes tust oder lässt. :( :)
Das ist unsere Grundlage auf der wir das Wort Liebe verstehen und unser handeln rechtfertigen.
Wir sagen dann:
ein Mann kann seine Frau unmöglich lieben, wenn er....tut oder lässt!Eine Frau kann ihren Mann unmöglich lieben wenn sie.....tut oder lässt! :(
Wir definieren Liebe als Anwesend, wenn wir bekommen was wir erwarten und halten sie für abwesend, wenn wir nicht bekommen was wir wollen! ::)
Was an Liebe überhaupt je da war oder nicht,kann man am Ende einer Beziehung meist gut erkennen. :o
Denn, wenn die beteiligten sich scheiden lassen, wird gerechnet!! :o
Sie= meine besten Jahre hab ich dir geopfert und jetzt.... :(
Er= ich habe nur fpür euch gearbeitet und mir den Buckel krum geschufftet.und jetzt... :(
Der geliebte Partner vom Anfang verwandelt sich am Ende in ein Monster...warum?
weil er uns nicht mehr zu geben bereit ist, was wir einst unter Liebe verstanden haben. :-/
Die ganze Diskussion im Trennungszenario läuft immer wieder darauf hinaus was,wieviel bekomme ich,habe ich bekommen und was kann ich erwartenbzw. bin ich zu geben bereit ???
Das lässt sich schön über die Seiten, einiger hier eingestellter Themen, sehr gut verfolgen . ::)
Auch die Schuldverteilung ist immer klar und eindeutig!
Der Verlasser istböse :( die Verlassene ist Opfer und zu bemittleiden. :'(
Es gibt aber auch häufig Menschen, denen ist die Realität jemanden zu verlassen deutlich zu hart. :-X
Also provozieren sie den Partner so lange ,bis der es für einen übernimmt und sie haben dann die bessere Position! :)
Keiner will am Ende gerne die A..Karte haben!Besonders wenn das ganze von aussen beobachtet wird, durch Freunde, die Partnerschaft sehr lange gedauert hat und auch noch Kinder im Spiel sind. :o
Da ist es für den der gehen will schon eine heftige Hürde , die es zu überwinden gilt! ::)
Jeder muss für sich mal überprüfen,ob das was ich von meinem Partner möchte, wirklich was mit liebe zu tun hat und ob er das gleiche darunter versteht wie ich!
oder ob ich nur alle meine Sehnsüchte und Wünsche erfüllt haben möchte? :(
Meist ist es genau so! ::)
Das zeigt oft das Ende! :-/
Wir haben unter Umständen ,die ganze Zeit über unserem Partner ,unsere Vorstellung von Liebe aufgedrückt! Die Tatsache das er/sie sich nicht dagegen gewehrt hat werteten wir, als stilles Einverständnis! 8)
Wenn man sich liebt dann muss man.... :D
Wenn er/sie mich liebt dann darf sie/er nicht... :(
wenn wir uns wirklich lieben dann..etc :)
Es gibt eine nette Anekdote:
Ein Ehepaar ,dass 20 Jahre verheiratet ist sitzt beim Scheidungsanwalt.
Der Anwalt fragt die beiden ,warum sie sich denn nach so langer Zeit scheiden lassen wollen.
Die Frau antwortet :ich wollte immer die untere Hälfte der Semmel haben und nie hat er sie mir gegeben.
Der Mann antwortete erstaunt: und ich habe Dir immer die obere überlassen, weil ich dachte Du hättest sie lieber.
Zur wirklichen Liebe kommen wir meist garnicht, wir leben nur in einer Vorstellung von Liebe. Jemanden wahrhaft zu lieben ist mit Risiko für uns verbunden, wir wollen zwar fühlen ,aber nicht verletzt werden! ;)
Das ist die grösse Illusion! ;)
Wir wollen Licht und keinen Schatten! :) :(
Autofahren aber keinen Unfall! :) :(
Frieden aber keinen Krieg! :) :(
Die Wirklichkeit ist aber anders :(
Das zeigt sie uns, in dem sie uns immer wieder dann ,wenn wir meinen wir wärensicher ein Strich durch die Rechnung macht !!! :(
Wir bauen einen Unfall mit dem Auto,obwohl wir so gut aufgepasst haben..
Der Partner geht..obwohl wir dies oder jenes getan oder gelassen haben! ::) ???
Die Liebe lässt sich nicht einsperren,ordnen regieren und verpflichten!
Genau dazu zwingen wir aber den anderen ständig! Er soll uns vor den Enttäuschungen und Problemen des Lebens bewahren. :D
Da sagt die Liebe ,danke- und verschwindet! ;)
Man kann sie eben nur vorsichtig anlocken, sie streicheln, sie kitzeln ,sonst geht sie und wenn sie wieder kommt- dann nur freiwillig! ;)
Deshalb lohnt es sich eine verschwundene Liebe wieder anzulocken, dass gelingt wenn überhaupt, aber nur mit freundlicher Geduld!
Der dauerhafte Verzicht, den Partner zu beschuldigen und anzuklagen für sein Fehlverhalten, ist eine der grössten Ausdrucksformen von Liebe! :-*
Unsere Gesellschaft hält das für dumm und den Menschen der das tut für selbstlos würdelos und naiv! :(
Wenn wir uns in der Partnerschaft und Ehe mit der Liebe nach der Gesellschaft richten, haben wir Recht und genügen einer Ordnung.
Das Herz, jedoch bleibt- anderer Meinung! ;)
Wenn wir uns jedoch den Regeln der Liebe unterwerfen, geraten wir mit den Regeln der Gesellschaft in Konflikt und ernten Unverständnis!
Das Herz ,jedoch gerät in Frieden! :-*
Das ist der Unterschied!
Was Liebe ist? ich erlebe sie so:
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
aus der kleine Prinz Antoine de Saint Exauperie
alles gut und noch viel mehr ;)
08.06.2005 15:46 •
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