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Völlige Ratlosigkeit und Verzweiflung

Josephine_90
Hallo ihr Lieben,
nach langem Hin und Her habe ich mich nun getraut, mich hier anzumelden, um mir meinen Schmerz von der Seele zu schreiben, in der Hoffnung, dass dies mir vielleicht etwas hilft.

Mein Ex-Freund und ich waren über 9 Jahre ein Paar. Unsere Beziehung war geprägt von Höhen und Tiefen. Er war mein erster richtiger Freund, daher habe ich bis jetzt keinerlei Erfahrung mit einem solch schmerzlichen Verlust.

Ich war 25 als ich ihn kennenlernte, war schon immer eine eher unsichere Person, geplagt von Selbstzweifeln und wenig Selbstvertrauen. Doch dann kam er in mein Leben. Ich fühlte mich so überglücklich. Er gab mir das Gefühl von Geborgenheit, dass ich einfach alles für ihn wäre und er alles für mich tun würde. Er war liebevoll, humorvoll und ich fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben von einem Menschen wirklich geliebt. Ich konnte mich ihm anvertrauen und wusste zu jeder Zeit, dass ich ihm alles sagen könne.

Es kamen nach und nach schwierige Zeiten auf uns zu. Als ich ihn kennenlernte steckte ich gerade mitten in meinem Examen (bin Lehrerin). Er hat mit mir das Referendariat durchgestanden, was für ihn auch nicht leicht war, da ich regelrecht kurz vorm Aufgeben war. Dies war eine schwierige Zeit für uns beide direkt am Anfang unserer Beziehung, doch wir schafften es.

Ein Problem, mit welchem ich von Anfang an nicht wirklich umgehen konnte, war sein übermäßiger Bier-Konsum. Da er damals aber erst 24 war, dachte ich, dass sich dies im Laufe der Zeit legen wird.

Nach dem Ref stand der Umzug für mich an. Wie waren zu diesem Zeitpunkt bereits knapp 3 Jahre ein Paar. Er wohnte vorher noch mit seiner Mutter in einer Wohnung, in welche ich mehr oder weniger auch mit eingezogen war. Als ich berufsbedingt umziehen musste, war eigentlich der Plan, dass wir uns gemeinsam eine Wohnung suchen. Doch 2 Monate vor dem Umzug sagte er mir, dass er erstmal bleiben würde und ich allein umziehen muss. Ein erster Vertrauensbruch, der mich erstmal traf.

Doch auch das überstanden wir. Ich zog ca. 120 km von ihm weg und so führten wir für 1 Jahr eine Wochenendbeziehung. Danach zog er jedoch dann doch zu mir.

Sein Bierkonsum wurde irgendwann immer mehr. Es gab kaum noch gemeinsame Unternehmungen. In mir wuchs täglich mehr Angst. Und nach 4 Jahren Beziehung beichtete er mir dann unter Tränen etwas, was alles verändern sollte. Er war/ist spielsüchtig. Süchtig nach Online-Sportwetten. Es stellte sich heraus, dass er einen rießigen Berg an Schulden angehäuft hatte (damaliger Stand: 80.000Euro). Um seine Sucht zu verstecken, zog er damals nicht mit mir um, da ihm Schichtweg das Geld dazu fehlte. Dies war der Anfang vom Ende…

Immer wieder Lügen, immer mehr Alk., um seine Probleme wegzuspülen. Mein Leben bestand plötzlich nur noch aus Angst…Zukunftsangst, Existenzangst. Ich versuchte ihm so gut es geht zu helfen und stemmte fortan alles allein. Ich habe (bitte keine Verurteilungen) einen Kredit über 20.000Euro für ihn aufgenommen, auch auf sein Drängen hin. Das Geld hat er natürlich sofort verzockt… es ging jahrelang so weiter…er zockte immer wieder, ich kontrollierte seine Briefe…irgendwann wuchs der Schuldenberg ins Unermessliche (ca. 130.000Euro aktueller Stand). Ich stellte all meine Bedürfnisse zurück (Hochzeit, Kinder, Urlaube…). Er verlor dann sogar 2 mal nacheinander seinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer. Er war dann 3 Jahre ohne Führerschein, da er es nicht schaffte vom B. loszukommen. Er trank und trank (ca. 8-10 Flaschen B. pro Tag), sprach von Suizid…es eskalierte immer wieder zwischen uns, er packte mich, schlug mich, behandelte mich wie Dreck. Doch ich konnte nie gehen…

Vor 3 Jahren zogen wir in eine größere Wohnung, auch hier habe ich alle Kosten übernommen.
Im letzten Jahr lief es dann besser, er bekam vor ca. einem halben Jahr seinen Führerschein zurück, trank deutlich weniger…ich hatte wirklich das Gefühl, dass wir es nun schaffen und ich war mir endlich wieder sicher mit ihm, obwohl die hohen Schulden immer noch da waren.

Vor 5 Wochen dann der Bruch…er verhielt sich distanziert…ich sprach ihn darauf an, er stritt es zunächst ab. Doch ich ließ nicht locker und da brach es plötzlich aus ihm heraus, dass er nicht mehr glücklich sei und er das Gefühl habe, einen Neustart zu brauchen, ich könne ihm nicht das geben, was er sich von einer Frau wünscht…

Mir riss es den Boden oder den Füßen weg. Dennoch hatte ich Hoffnung, er würde sich das alles nochmal überlegen. Doch vor 3 Wochen kam ich dann Mittags aus der Schule und er war weg mit all seinen Sachen…Ich stand so unter Schock, dass ich nicht mal weinen konnte.

Die kommenden Wochen waren die Hölle für mich…zwischen Hoffnung und Verzweiflung war alles dabei. Vor 4 Tagen kam er dann vorbei, sagte mir, dass er nicht zurückkommen könne.
Und gestern dann der endgültige Schock. Ich fand heraus, dass er bereits eine Neue hat. Er versicherte mir, dass er mit ihr erst nach uns etwas angefangen habe (was ja aber erst 3 Wochen her ist). In seinen Mails sah ich, dass er ihr 8 Tage nach seinem Auszug Blumen zum Valentinstag, was auch noch mein Geburtstag ist, kaufte…für mich hatte er nie Geld für Blumen oder einem Geburtstagsgeschenk, sagte mir aber heute noch, dass es nicht nur am Geld lag, mir nie welche geschenkt zu haben. Ein weiterer Schlag in die Magengrube…
Er war gestern kurz da, als ich das mit der Neuen herausfand, weil er sich Sorgen machte und hielt mich eine Stunde lang im Arm um mich zu trösten, er weinte selbst.
Ich bin so dermaßen am Boden zerstört…nach über 9 Jahren Beziehung, nach all den Dingen, die wir gemeinsam durchgestanden haben, nun einfach ersetzt zu werden es tut so verdammt weh und ich begreife es einfach nicht
Achja, ich habe auch herausgefunden, dass er wieder zockt
Mein Leben ist gerade eine absolute Katastrophe…ich schlafe seit Wochen nicht mehr und habe bereits 7kg abgenommen, auch arbeitsfähig war ich zuletzt nicht mehr…

Entschuldigung für den langen Text, aber es tut gut, sich mal alles von der Seele zu schreiben

LG
Josephine

Heute 06:41 • x 9 #1


Wollie
Oh , was für eine furchtbare Geschichte, lass dir mal einen dicken Drücker da. Furchtbar so ausgenutzt und dann ausgetauscht zu werden. Jetzt zieht er halt leider eine andere in seinen Abgrund. Hast du Jemand, mit dem du reden kannst. Freunde ? Hol dir psych. Hilfe oder geh zu Beratungsstellen. Glaub dies brauchst du, damit du wieder stabil wirst.

Heute 06:58 • x 6 #2


A


Völlige Ratlosigkeit und Verzweiflung

x 3


D
Hallo liebe Josephine,

erstmal herzlich Willkommen hier im Forum. 9 Jahre sind natürlich schon eine echt lange Zeit und das, was ihr so durchgemacht habt, ist natürlich eine ordentliche Hausnummer. Ihr in Anführungszeichen, aus dem Grund, dass ich eher der Meinung bin, dass du das meiste eigentlich alleine durchstehen musstest. Dass er mit dir dein Referendariat durchgestanden hat, sehe ich hier als wirklich kleinstes Problem.
Offensichtlich ist eine Trennung immer sehr unschön, aber auch hier, wie in so vielen Fällen, kann man sagen, dass du eigentlich froh sein solltest, diesen Menschen los zu sein. Zumindest in meinen Augen, denn:

Was möchtest du mit einem Menschen, der sein oder vielleicht sogar euer gesamtes Vermögen verzocken würde? Was er ja bereits tat, er hat sein Geld verdaddelt und war auf das Geld aus DEINEM Kredit angewiesen. Statt hier richtig zu handeln und einen Teil seiner Schulden zu tilgen, hat er seine Verbindlichkeiten nur noch mehr gesteigert. Die Spielsucht ist nie zu unterschätzen und gerade bei solch immensen Summen muss man für sich auch erkennen, dass da vielleicht kein richtiger Ausweg ist. Erst recht, wenn du alles übernehmen musst.

Genau so der übermäßige Alk. und die Handgreiflichkeiten dir gegenüber - das kann richtig gefährlich werden, was es ja bereits schon wurde. Da kommen so viele Faktoren zusammen, die ja nicht mal eben so verschwinden würden. Mal angenommen er würde eine dieser drei negativen Eigenschaften in den Griff bekommen, sind da immer noch zwei andere nicht ungefährliche oder weniger bedenkliche Dinge.

Ich bin der Meinung, du hast vieles alleine klären und regeln müssen, ohne wirkliche Unterstützung durch ihn. Er hat vieles durch seinen Alk. verdrängt und jetzt hat er eine Neue. Eine, bei der er wieder von vorne anfangen kann. Von vorn anfangen, um sein Lügenkonstrukt erneut aufzubauen. Nichts von der Spielsucht zu erzählen und vielleicht noch mehr Schulden anhäufen kann. Wie lange hat es gedauert, bis er dir davon erzählt hat.

Du hast etwas Besseres verdient - jemanden der dich liebt, der dich nicht schlägt, der mit dir an einem Strang zieht und jemand, der mit dir gemeinsame Ziele verfolgt! Es bringt dir doch nichts, dich komplett einzugrenzen und jeden Tag Angst zu haben, etc.

Es wird jetzt erstmal wehtun, das gehört dazu. Aber du hast niemanden verloren, der dir auf Dauer gut tun würde.

Heute 07:08 • x 12 #3


Wollie
Zitat von DerBoxsack:
dazu. Aber du hast niemanden verloren, der dir auf Dauer gut tun würde.

Stimme völlig zu. Im Grunde musst du froh sein, dass er weg ist. Auch wenn es jetzt verdammt weh tut. Aber diese Abgründe hätten dich zerstört. Körperlich, psychisch und finanziell.

Heute 07:12 • x 8 #4


S
Also erstmal kann ich komplett nachvollziehen, dass es dir teilweise furchtbar geht. Ich leider immer noch sehr an der Trennung von meiner Ex. Bin sehr beziehungsunerfahren und mir geht's seit Monaten nicht gut.
Fühl dich mal gedrückt.

Jetzt hab ich den riesen Vorteil, dass ich deine Situation nicht gefühlsmäßig beurteilen muss sondern kann das ganze sehr rational beurteilen (so wie es manche auch bei mir machen)

Auch beim vollsten Verständnis ist es 100% eindeutig dass dieser Mann aus deinem Leben raus muss. Er hat massive Probleme...völlig egal warum....damit wird er dir früher oder später das Leben zur Hölle machen. Die Informationen die man raus liest schreit förmlich danach den möglichst größten Abstand zu ihm zu gewinnen.
Auch wenn es die Hölle ist mit den Gefühlen....Ich kenn das nur zu gut und viele andere hier auch... aber bitte bitte lass diesen Mann gehen und mach drei Kreuze, dass sich eure Wege nie wieder überschneiden. Der reitet dich ins Verderben. Finger weg. Spielsucht und Alk. ist so mit das heftigste was man bekommen kann. Ich war selbst 15 Jahre spielsücchtig. In einem harmlosen Ausmaß zum Glück aber ich hab gesehen was das heissen kann. Da geb ich dir Brief und Siegel, dass gelogen wird bis sich die Balken biegen, da wird deine Existenz zerstört. Sorry für meine harten Worte aber ein Leben mit einem spielsüchtigen Alk. ist um Längen schlimmer als der Liebeskummer es je sein könnte

Heute 07:14 • x 10 #5


GreenTara
Hallo @Josephine_90, ein liebes Willkommen bei uns hier. Es ist ja nicht nur eine schlimme Geschichte, es ist dein Leben der vergangenen Jahre. Kein Wunder, dass du blutleer und kraftlos zurück geblieben bist.
Dein Ex war nicht in der Lage, sein Leben zu ändern, obwohl du ihm viel Unterstützung angeboten hast. Mit etwas Abstand wirst du froh sein, dass er nicht mehr an deiner Seite ist. Ich stimme Wollie zu, du wirst fachliche Unterstützung brauchen, um das Geschehene zu verarbeiten. Euere Beziehung stand von Anfang an unter keinem guten Stern, und dennoch hast du daran festgehalten. Es liest sich sehr nach Helfersyndrom und Co-abhängigkeit. So gleicht der Verlust eher einem Entzug als Liebeskummer. Es ist schon einmal ein guter Anfang, dass du dir alles von der Seele geschrieben hat. Eine Bestandsaufnahme. Nun ist das Einsortieren dran, deine Anteile an dieser unglücklichen Beziehung.

Heute 07:17 • x 6 #6


W
@Josephine_90

Das klingt wirklich schrecklich, was du gerade durchmachst.

Ich bin auch der Auffassung, dass du dir Hilfe suchen solltest. In erster Linie, um das aufzuarbeiten, was er dir angetan hat und das Thema Sucht zu verstehen. Dabei kann dir auch erstmal eine Anlaufstelle für Angehörige Suchtkranker helfen und eine Selbsthilfegruppe.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies dein Wunsch für dein Leben war: einen Süchtigen zu unterstützen, sich zu verschulden und keine Aussicht auf Besserung zu haben. Ich habe mal einen sehr wichtigen Satz zu diesem Thema gelesen: am Ende gewinnt immer die Sucht.

Und wie du siehst, ist das auch bei ihm so. Er zockt wieder. Und ganz sicher hätte er sich auch weiter dafür entschieden zu zocken, anstatt dir Blumen zu kaufen. Oder Lebensmittel. Oder Babynahrung.

Ich wünsche dir sehr, dass du in ein paar Wochen verstehen kannst, dass diese Trennung das Beste ist, was dir passieren kann. Ich verstehe, dass es jetzt weh tut, das tut es immer. Aber es geht vorbei.

Du hast eine gute Ausbildung und alle Voraussetzungen, ein sorgenfreies Leben zu führen. Dass er mit dir das Referendariat durchgestanden hat, ist keine tolle Leistung, sondern eine Minimalanforderung in einer Beziehung. Sei dir bitte mehr wert und erwarte auch mehr vom Leben (und deinem Partner).

Heute 07:27 • x 9 #7


W
@Josephine_90
Eine traurige Geschichte ohne happy End.
Als Du diese Zeilen geschrieben hast ist Dir bestimmt bewusst geworden wie blauäugig Du in dieses Chaos gerannt bist?
Mit diesem Mann ist eine fruchtbare Beziehung nicht möglich, Alk., Spielsucht, hohe Verschuldung, respektloses Verhalten.
Wo soll das hinführen?
Er hat sein Gesicht vor Dir verloren, sich unehrenhaft verhalten.
Bei der Neuen hofft er nun seinen negativen Lebenswandel weiterführen zu können, ohne Scham, denn die weiß ja noch nicht was für einen Helden sie sich da geangelt hat und er wird ihr bestimmt nicht erzählen wie er sich aufgeführt hat.
Auch sie wird ein böses Erwachen haben.
Dein Fokus sollte jetzt voll auf Dir selbst liegen, damit Du Dir eine positive Zukunft aufbauen kannst, in der bestimmt auch irgendwann ein wertiger Mann eine Rolle spielt.
Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg auf der Reise zu Dir selbst.

Heute 07:45 • x 9 #8


Freya10
Guten Morgen in die Runde und fühl Dich gedrückt @Josephine_90 !

Ich bin auch betroffen, was einen Alki angeht.

Zu allererst, auch wenn Du es nicht glaubst: eine Trennung von ihm ist das BESTE, was Dir passieren kann! Du wirst ihm nicht helfen können! Er hat Dich zum Co-Abhängigen gemacht, das vom Allerfeinsten!

Mädel (- das meine ich nicht despektierlich, sondern liebevoll), bitte guck nach Dir! Du brauchst Hilfe! Ich habe einen Sofort-Tipp für Dich, es gibt eine Online-Suchthilfe, die gleich reagieren, auch für Angehörige: https://www.suchtberatung.digital/

Ich könnte hier sooo viel schreiben. Kenne das mit dem B., bei meinem Ex waren es vor dem Rausschmiss 7 bis 8 Liter pro Abend inklusive Manipulationen, Beschimpfungen, emotionaler Erpressung. Vielleicht magst Du auch in meine Beiträge schauen, Du bist nicht alleine damit.

Bevor Du irgendetwas tust und Dich weiterhin alleine schlecht fühlst, nimm bitte das digitale Angebot oben wahr. Da sind viele Suchthilfen angeschlossen, bestimmt auch eine in Deiner Gegend.

Er verliert seine Komfortzone und zappelt. Lass ihn zappeln. Der wichtigste Mensch in Deinem Leben bist DU!

Bei Fragen schreib mir auch gerne eine PN.

Das ist echt hart, was er mit Dir gemacht hat.

Alles Gute!

Heute 08:00 • x 4 #9


Josephine_90
Erstmal Danke für eure lieben Worte.

Mein Leben ist einfach geprägt von negativen Erlebnissen, angefangen von einer misslungenen Kindheit mit einer Mutter, die nie für mich da war und uns letztendlich vor 2 Jahren komplett sitzen lassen hat mit totalem Kontaktabbruch, die demenzkranke Oma, um die ich mich plötzlich parallel zur Arbeit kümmern musste bis hin zum völligen Vertrauensbruch durch meinen Ex-Partner nun, verbunden mit schlimmen finanziellen Schwierigkeiten.
Ich glaube ich bin psychisch sehr vorbelastet, weswegen mich das jetzt alles in voller Härte trifft, da er trotz allem für mich mein Anker war…Ich weiß, teilweise total unverständlich.

Nach 4 Jahren Beziehung beichtete er mir das mit seiner Sucht und Schulden. Ich habe dann teilweise seine Konten, Kreditkartenabrechnungen überprüft. Die hatte er dann sogar gefälscht. Er hat unser Haushaltsgeld regelmäßig verzockt und schuldet mir auch jetzt noch eine Menge Geld…doch davon kauft er lieber seiner Neuen Geschenke, er muss ja den Schein wahren
Ich habe wirklich harte Jahre durchlebt. Lebte in ständiger Angst. Habe frühs, bevor ich zur Arbeit bin, Bierflaschen gezählt um Mittags zu überprüfen, wie viele davon jetzt leer sind. Es gab Tage, an denen ich mich mit 1 Stunde oder gar keinen Schlaf in die Schule quälte, weil er die halbe Nacht wieder durchgesoffen hatte.
Es gab Situationen, in denen ich mittags nach Hause kam und er nach seiner Nachtschicht immer noch wach war und trank…mit Mühe hab ich ihn dann immer ins Bett gezerrt.
Weil ich nicht einfach zusehen konnte, explodierten bei mir dann auch oft die Sicherungen. Es kam dann eins zum anderen…er packte mich, schlug mich mit dem Hinterkopf gegen Schränke und Türen. Einmal drückte er seine Zig. auf mir aus…Wenn ich das so schreibe, bin ich selbst fassungslos und doch hänge ich immer noch so an ihm.

Auch an seinem Führerscheinverlust gab er mir zunächst die Schuld, ich hätte ja schließlich fahren können, da ich eh Nix trinke…

Ich hab auf alles verzichtet…wir waren in 9 Jahren gerade zweimal im Urlaub, einmal in unserem ersten Jahr und das letzte Mal vor einem halben Jahr…zu diesem Urlaub sagte er mir vor kurzem noch, er sei nur mitgefahren, weil ich es wollte…

Das wirklich Schlimme ist, er begründet seinen Weggang und Trennung eigentlich nur mit meinem Verhalten. Ich hätte ihn zu sehr eingeengt, ihm zu wenig Zuneigung gegeben. Alles sei immer von ihm ausgegangen. Einige Punkte mögen stimmen, da ich eben schon immer ein recht unsicherer Mensch bin und es mir schwer fällt Gefühle offen zu zeigen…

Und ja…er hat in den letzten 3 Wochen wieder ca. 5000Euro verzockt und zockt teilweise rund um die Uhr…an einem Tag schloss er 49 Wetten ab…

Heute 08:25 • #10


W
@Josephine_90
Raus aus dieser Hölle und ran an Deine Baustellen.
Das Geld wirst Du abschreiben können.

Heute 08:28 • x 8 #11


Josephine_90
@Worrior
Die Kreditraten hat er bis jetzt immer beglichen und versprach es auch weiterhin zu tun…
Das Problem ist auch, dass ich nun hier allein in dieser 170qm großen Wohnung sitze…mir fällt förmlich die Decke auf den Kopf, alles erinnert mich so sehr
Er sagte, er wolle weiterhin erstmal mit Miete bezahlen, denn die ist mit 1400Euro nicht gerade wenig…das ist auch etwas, was mir gerade totale Angst macht…

Heute 08:36 • x 1 #12


W
@Josephine_90
Lösen diese riesige Wohnung auf und suche Dir eine die Du alleine stemmen kannst.
Befreie Dich aus sämtlichen Abhängigkeiten.
Suche Dir einen Anwalt der das mit dem Kredit regelt, damit er weiterhin zahlt.
Er wird eh bald finanziell kollabieren.

Heute 08:41 • x 8 #13


D
Das mit der zu großen Wohnung/Haus kenne ich zu gut. Wäre es bei mir zur Miete, hätte ich mich vermutlich verkleinert und irgendwann von neu angefangen.
Hast du sonst die Möglichkeit dich zumindest temporär zu verkleinern oder vielleicht auch nur zeitweise woanders unterzukommen, wo es dir besser geht?

Bzgl. der Zahlungen muss man, so doof es klingt, damit rechnen, dass das evtl. auch irgendwann seinerseits entfällt. Habt ihr über den Kredit und die Ratenzahlung was schriftliches vereinbart?

Heute 08:42 • x 2 #14


Josephine_90
@DerBoxsack
Leider haben wir keine schriftliche Vereinbarung.
Der Kredit läuft jetzt seit 5 Jahren, 2 Jahre sind also noch übrig.

Ich habe auch schon über eine andere Wohnung nachgedacht, denn selbst den Ort, in welchen wir gezogen sind, haben wir uns nur zwecks der Fahrtauglichkeit zu unseren Arbeiten gesucht. Ich habe hier also eigentlich keine sozialen Kontakte und verbinde hier eigentlich alles nur mit ihm

Heute 08:47 • #15


A


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