ich bin mal gegangen, weil mir deutlich wurde, dass meine Zuneigung nicht reicht, um die Hingabe zu entwickeln, mit der ich eine Beziehung leben möchte.
obwohl es im Bett toll war, so toll auch, dass das in mir etwas geheilt hat.
und ich hab mich überreden lassen, der Sache später noch mal eine Chance zu geben, leider mit demselben Ergebnis.
und alles in allem begleitete mich von Anfang an der Gedanke, dass sie jetzt erfahren müsse, was mir solange widerfahren ist, nämlich sehr viel mehr zu lieben als umgekehrt.
das hat mich zwar auch irgendwo in einen inneren Zwiespalt getrieben, mir aber auch verdeutlicht, wie es meinen Angebeteten früher ergangen sein muss.
Du stehst hilflos da mit der Bereitschaft und dem Willen eines anderen, Dir etwas zu geben, dass Du gar nicht wolltest, aber Du kannst eigentlich nur die Verantwortung für Dich selbst tragen, nicht für einen Anderen, nicht wirklich.
und: es lässt sich nicht erzwingen und nicht herbei reden.
wahrscheinlich ist das nicht die Art von Erfahrung, von der Du jetzt lesen wolltest, aber für mich haben sich darin die entscheidenden Fragen gestellt und beantwortet, was ich überhaupt tun und wer ich sein kann und soll, um einer Beziehung eine wirkliche und echte Perspektive zu geben.
mich hat das befähigt, mich selbst besser auszubalancieren und Grenzen deutlicher wahrzunehmen, eben nicht mehr durch die rosarote Brille von Hoffnungen zu betrachten.