Hallo zusammen,
ich hab mich erstmals hier auf der Website durchgelesen und paar Tipps eingeholt, nachdem ich jedoch das Forum auch mal sporadisch durchgelesen habe, dacht ich, warum sollte ich die Scham haben, und nicht über diese kurze Beziehung erzählen.
Also ich (36) und er (40) haben uns auf ganz tolle Weise kennengelernt, ich war absolut nicht auf der Suche nach einem Partner, da ich eigentlich gut zurecht kam ohne Partner. Ich denk das ist meistens die beste Voraussetzung für eine gute Partnerschaft. Wir haben uns Zeit gelassen uns kennenzulernen, da ich mich einfach auch nicht so schnell wieder binden wollte, weil ich auch oft Verletzungen hinter mir hatte, und schließlich spielt da unterbewusst auch immer die Angst mit. Wir haben uns sehr gut verstanden, wenn wir uns nicht getroffen haben, haben wir ewig telefoniert und hatten es immer lustig, haben aber auch über ernstere Themen gesprochen. Ich find das gehört zu einer Kennenlernphase auch dazu.
Nun, dann kamen mit der Zeit viele Missverständnisse auf, was die Kommunikation bzw. die Zeit, die wir miteinander verbringen wollen betrifft. Jeden Tag haben wir uns nicht gesehen, aber ich hätte mir schon sehr gewünscht, dass wir uns regelmäßiger sehen, da ich wirklich total in ihn verknallt war und ich wirklich der Auffassung war, dass er der Richtige für mich ist. Ich hatte schon ewig nicht mehr so ein Gefühl bei einem Mann und er hat es auch erwidert. Wir haben uns gegenseitig so wohl gefühlt wenn wir Zeit miteinander verbracht haben. Bis dann irgendwann mal ein Problem auftrat, was seine Arbeitszeit anbelangt, ich hatte kein Problem das er lange arbeitet, aber ich hätte mindestens erwartet, dass er mir Bescheid gibt, ob es absehbar wäre, ob wir uns heute noch sehen. Er meinte zu mir, er hätte sich nie während seiner Arbeitszeit bei einer Partnerin gemeldet, naja, also wenn man doch Gefühle für jemanden hat, dann tut man das doch gerne.´
Auf jeden Fall haben wir uns darüber ausgesprochen und eine Lösung gefunden, die jedoch dann nur paar Tage angehalten hat. Wir haben uns für das Wochenende verabredet und geplant, was wir machen wollen.
Dann war dieses besagte Telefonat am Samstag Abend, und hierin eröffnet er mir, dass er nicht mehr kann, ich würde seine Knöpfe drücken und er muss sich eingestehen, dass seine Gefühle weg sind. Er hat sogar am Telefonat geweint, als er mir das sagte. Ich dachte ich bekomm keine Luft mehr am Telefon, ich hab so gezittert, und wollte es einfach nicht glauben, warum aus heiterem Himmel. Ich versteh dass wir einige Diskussionen hatten, aber dann gehen doch die Gefühle nicht einfach weg.
Ich habe natürlich viele Tränen vergossen und hab die Kontaktsperre eingehalten, jedoch hab ich ihn irgendwann angerufen und wir haben über alles mögliche gesprochen, sogar über seine Gefühle, die noch da wären und das er mich auch vermissen würde.
Ein Tag später sagte er mir in einem Telefonat, dass es endgültig vorbei sei. Ich kam mir so dermaßen verarscht vor, wie kann man zu einem Menschen so unehrlich sein, wie kann man jemanden, der sich Hoffnungen macht sagen, dass er auch noch Gefühle hat.
Schlussendlich gehört er nun der Vergangenheit an, aber ich versteh nicht warum es so dermaßen weh tut. Es waren nur einige Monate, aber für mich war es eine wunderschöne Zeit mit ihm und ich wünschte mir, dass er seine Entscheidung bereut, was ich jedoch nicht vermute, aber solche Wünsche sind wahrscheinlich in solch einer Situation menschlich.
Ich vermeide jeglichen Kontakt, ich versuche sogar die Lokalitäten zu vermeiden, wo er mir evtl. über den Weg laufen könnte, damit ich einfach nicht damit konfrontiert werde. Ich würde so gern schon ein paar Schritte weiter sein, oder am liebsten an diesem Schritt sein, wo er sich schon seit einigen Wochen befindet.
Ich frage mich natürlich auch, wie es dazu gekommen ist, ist vielleicht sogar eine andere Schuld daran. Man macht sich viel zu viel Kopf über Dinge, die nicht mehr zu ändern sind, aber stoppen kann man sie leider auch nicht.
08.12.2014 19:59 •
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