Hallo Tom,
Du darfst auf keinen Fall den Mut verlieren. Der Anfang ist sehr schwer, denn es ist eine Phase, wo das alte Weltbild, das alte ICH mit dem man sich identifiziert hat, wegbricht und aber das neue ICH und neue Weltbild, noch nicht ausgeprägt ist. Wichtig ist, dass Du zu Dir selbst findest! Und meiner Meinung nach ist es eben sehr wohl wichtig, an Jesus Christus zu glauben und nicht nur an das Göttliche in einem selbst. Denn genau das ist der Trugschluss: Kein Mensch schafft das völlig alleine. Wendest Du Dich aber Jesus zu, bist Du eben nicht mehr alleine. Jesus Christus ist für mich so real, dass ich niemals alleine bin. Er ist derjenige, an den ich mich wende, wann immer ich Probleme habe oder nicht mehr weiterkomme, an meinem eigenen Ego scheitere etc. Auch, wenn ich die Neigung der Menschen verstehe, sich ihren eigenen Glauben zusammenschustern zu wollen und an lediglich an ihr inneres Göttliches, irgendeine Energie oder sonstwas glauben zu wollen, um sich nicht eingeschränkt zu fühlen und nicht das Gefühl haben, sich etwas vorschreiben lassen zu müssen, ist es meiner Meinung nach ein Irrtum und völlig falscher Ansatz. Man braucht einen Rahmen, um sich entfalten zu können, sonst ertrinkt man an seiner Freiheit. Man braucht Gott (und nicht nur sich selbst), man braucht ein Vorbild (Jesus). Viele Menschen verlieren sich zum Beispiel in der Esoterik, weil sie sich da die Welt so zusammenschustern können, wie es ihnen passt, denn dann müssen sie ihr Fehlverhalten nicht wirklich ändern, sondern können alles einfach durch die rosarote Brille sehen. Klar, dazu braucht man keinen Gott, das schafft man auch alleine. Das Ego fühlt sich dann gut und muß sich nicht wirklich ändern. Aber wirklich seinen Charakter, sein Weltbild und vor Allem Wertesystem zu ändern, ist ein harter Kampf, der sehr schmerzhaft sein kann und das schafft man nicht alleine. Viele bilden sich nur ein, gute Menschen zu sein, weil die den Kopf voller guter Vorsätze und Weisheiten haben, aber sie niemals in die Praxis umsetzen. Das Wichtigste ist, Tom, dass Du GLAUBEN hast. Egal, was um Dich herum passiert. Es ist so, als würdest Du in einen dunklen Raum stehen, aber Du WEISST, dass das Licht angeht, wenn Du auf den Lichtschalter drückst. Du weißt, was alles um Dich herum sichtbar sein wird, auch, wenn es jetzt noch dunkel ist. GLAUBE und VERTRAUE, dass es mit Dir selbst genauso ist. Es ist alles schon da, Du siehst es nur noch nicht. Alles, was Du in der Vergangenheit getan hast, ist völlig egal in dem Moment, wo Du Dich wirklich ernsthaft ändern wirst. Sei dankbar für Deine Änderung, auch wenn sie noch nicht eingetreten ist. Verhalte Dich so, als wäre sie schone eingetreten. DAS ist Glauben. So muß man auch beten. Betest Du zum Beispiel: Lieber Gott, bitte mach, dass ich mich ändere heißt das, dass Du zweifelst. Da ist etwas, was Du NICHT hast, ein Mangel. Betest Du aber Lieber Gott, Danke, dass ich mich mit Deiner Hilfe ändere! und dabei fühlst, als wäre es schon eingetreten, dann ist das ein Bezugen Deines festen GLAUBENS an Deine Änderung. Wiegesagt, solltest Du Dich nicht selbst verurteilen, für das, was Du falsch gemacht hast. Reue heißt vor Allem, dass man einsieht, dass etwas falsch gelaufen ist und dient schlicht und einfach dazu, es künftig besser zu machen. Fühlt man sich aber Schuldig und schlecht, kann daraus nichts Gutes hervorgehen. Schuldigfühlen und Dankbarkeit und Freude und Liebe lassen sich nicht vereinbaren. Dankbarkeit, Freude und Liebe sind aber genau das, was wir fühlen müssen, um Gutes hervorzubringen. Schlechte Energien sich selbst gegenüber sind keinen Deut besser, als einem Anderen gegenüber. Es macht keinerlei Unterschied, ob Du Deinen Nachbarn verurteilst oder Dich selbst. Denn wiegesagt wirkt sich jede negative Emotion immer aufs Ganze aus, egal, gegen wen sie gerichtet sind, denn wir sind ja alle Eins. Du mußt lernen, Dich selbst zu lieben, Tom. Du hast Fehler gemacht, wie jeder Mensch. Aber dennoch bist Du ein göttliches Wesen. Und Du bist vielen Anderen vorraus, indem Du Deine Fehler eingesehen hast. Damit hast Du die besten Vorrausetzungen, weiterzukommen. Vertraue darauf, dass Du geleitet wirst auf Deinem Weg und dass Du genau das von Gott bekommen wirst, was Du brauchst und was Dir zusteht. Wenn es so sein soll, bekommst Du auch eine neue Chance, eine richtig erfüllte Beziehung zu führen. Mit der Person, die für Dich bestimmt ist. Vielleicht waren die anderen Beziehungen ja nur Übungen, Prüfungen und dienten dazu, Dich selbst weiterzubringen um es dann mit der Richtigen nicht zu versauen? Nur wenn wir die Möglichkeit hätten, unser Leben von oben zu sehen, könnten wir mit Gewissheit sagen, warum etwas geschehen ist und welchen Nutzen es letztendlich hatte. Gewöhne Dir an, Dein Leben aus einer positiven Perspektive zu sehen, Allem, auch dem vermeintlich Schlechten, einen Sinn zuzugestehen, der Dich letztenendes weiterbringt. Dein Denken ist noch zu sehr in menschlicher Logik und zu sehr aufs Negative und Bedauern gerichtet.