Hallo Ralf, vielen Dank!
darf ich fragen, was Du in der Hinsicht erlebt hast? Um mir ein Bild davon machen zu können?
Das Problem ist, dass die Tabletten (Neuroleptika) ziemlich schläfrig machen. Aber ich denke auch, dass man ein zu langes Schlafen durch rechtzeitige und vor allem regelmäßige Einnahme verhindern kann. Ich nehme auch ein Antidepressiva und ein Medikament gegen chronische Schmerzen Abends. Und ich nehme es regelmäßig und es kommt nie zu einem Überhang obwohl beide sehr schläfrig machen können.
Wenn ich ihn dann darauf anspreche, dass es schwierig werden wird, dass er um 6 Uhr aufsteht, weil er ab Mai in einer Werkstatt anfängt, dann endet es regelmäßig darin, dass er sagt, dass er die Pillen halt nicht mehr nimmt, wenn ich nicht in der Lage bin ihn wach zu kriegen. Und letzte Nacht hat er sie schon wieder nicht genommen.... ich weiß genau was passiert, wenn er sie gar nicht mehr nimmt. Seine Symptome werden zurückkehren, in Form von massiver Unruhe, dem Gefühl, sterben zu müssen, Träume von Tod, also dem eigenen Ableben, Herzrasen usw. So war es nämlich zu Beginn, bis ich ihn dazu gebracht habe, überhaupt wieder mit dem Medikament weiter zu machen. Momentan geht es ihm gut. Das einzige Symptom was er hat ist eine weibliche Stimme im Kopf die mal mehr mal weniger stark ausgeprägt auftaucht...
Gestern Abend habe ich wieder versucht mit ihm zu reden, dass es aus den diversen Gründen zwischen uns schwierig ist. Ich habe ihm keine Vorwürfe gemacht, sondern habe nur die IST-Situation besprochen. Aber er will davon nichts hören, dass eine Trennung immer wahrscheinlicher wird. Er klammert und versucht plötzlich für mich da zu sein, aber ich weiß, dass das Spiel heute wieder von vorne anfängt.
Ein Problem was ich auch noch sehe, was ich auch in meinen Eingangspost geschrieben habe, ist, dass er jeden Tag mindestens 1,5 Liter Radler trinkt.... ich habe ihm schon mehrmals gesagt, dass ich denke, dass dort eine Abhängigkeit vorliegt und das hat er immer zurückgewiesen....letztens sagte er dann, dass es ihn beunruhigt, nur noch sechs Dosen (Für 2 Tage) im Kühlschrank zu haben und dass ich ihm doch noch welche mitbringen solle. Darauf habe ich gesagt, dass es eindeutig eine Abhängigkeit ist, wenn ihn das beunruhigt und er meinte Nein, das ist eine psychische Sache.... Damit hat er es mir doch erst Recht bestätigt..... aber was auffällig ist, ist, dass in allem die Einsicht fehlt....
MaRo,
danke! Ich denke dass keine Situation lachhaft ist. Jeder hat sein eigens Päckchen und jedes ist einer seiner Art und im Umfang der Schwierigkeiten individuell. Von daher ist das was Du erlebst sicher auch nicht einfach.
Richtig, man muss die Hilfe auch wollen. Und da sehe ich das nächste Problem. Er sieht nicht ein, dass er Hilfe BRAUCHT. Alle zu erledigenden Dinge, müssen an IHN herangetragen werden, sonst rührt sich nichts. Es besteht keinerlei Eigenverantwortung und wenn ich ihm was sage, dann prallt das an ihm ab. Er meint er hätte Personal (seine Betreuer) für alles, warum solle er sich dann darum kümmern? Ich habe ihm mehrmals vorgeschlagen, mit ihm einen passenden Therapeuten zu suchen und er hat jedes Mal ja gesagt, aber gerührt hat er sich nicht...denn er muss einen finden bei dem die Chemie stimmt... von seinen Eltern habe ich erfahren, dass er schon die Chance zu einer Therapie hatte....die hat er abgelehnt, während er mir erzählt hat, dass seine Eltern sich nie um seinen Zustand gekümmert haben und immer nur wollten, dass er Pillen frisst ....
Genauso im Haushalt. Er erwartet von mir, dass ich ihm sage, was er zu tun hat, anstatt selbst zu gucken, was zu erledigen ist.....und wenn er es dann schafft selbständig zu spülen, dann erwartet er immer ein riesiges Lob und Dankeschön, obwohl er doch auch hier wohnt....
Alles recht schwierig....
Liebe Grüße
Susanne
22.04.2014 07:41 •
#13