Alles fing an im Januar 2015. Ich schrieb ihm aus heiterem Himmel an, ohne Hintergedanken, einfach nur, wie es ihm wohl so geht -
ein alter Freund aus Kindheitstagen. Seitdem hatten wir wieder mehr Kontakt, allerdings nur über Facebook/Whatsapp. Zu diesem Zeitpunkt war ich auch noch in einer Beziehung, die allerdings zum Scheitern verurteilt war. Im September 2015 habe ich mich dann getrennt und bin in eine eigene Wohnung gezogen, mit dem alten Bekannten hatte ich die gesamten 9 Monate Kontakt gehalten. Wir fingen relativ schnell an, uns zu treffen, immer nur bei mir und kamen uns beim zweiten Treffen schon sehr nahe. Danach trafen wir uns regelmäßig, immer nur bei mir. Wir verbrachten dennoch immer einen schönen Abend, kochten zusammen, unterhielten uns über Gott und die Welt, schliefen miteinander . aber nie wollte er über Nacht bei mir bleiben. Ich merkte, dass sich meinerseits Gefühle entwickelten und sprach dies im November an. Er erzählte mir, dass er mich auch sehr mögen würde, allerdings derzeit keine Beziehung möchte, da er nicht wüsste, wo es ihm nach dem Studium hin verschlagen würde. Dies akzeptierte ich und führte diese Affäre weiterhin fort. Im März 2016 zog er sich plötzlich zurück, wir hatten kaum noch Kontakt und ich dachte, die Sache wäre somit gelaufen. Ich lernte auf einem Geburtstag jemand neues kennen, mit dem ich mich sehr gut verstand, aber keine Gefühle entwickelte. Dennoch verbrachten wir viel Zeit miteinander. Plötzlich meldete sich mein alter Bekannter zurück, dem ich auch erzählte, dass ich ab und zu mit einem anderen Zeit verbringen würde. Daraufhin schrieb er mir wieder ununterbrochen und wollte mich unbedingt wiedersehen. Ich dachte, er hätte nun Begriffen, dass er evtl. doch Gefühle für mich hätte und alles sich nun so ergeben würde. Fehlanzeige: Nachdem ich das Thema ca. 2 - 3 Monate später erneut ansprach, sagte er mir wieder, er sei zwar in mich verliebt, aber möchte sich derzeit nicht binden.
Naiv wie ich war, habe ich das ganze so weiterlaufen lassen . Es entwickelten sich zwei feste Tage in der Woche, an denen wir uns sahen: Dienstags und Samstags. Er fing aber nach einigen Monaten an, mich zu versetzen, meldete sich auch kaum noch . Wenn wir uns aber dann mal sahen, war es immer schön, was er auch immer wieder anmerkte - dazu muss ich sagen, dass wir uns noch immer nur bei mir getroffen haben und nie bei ihm bzw. außerhalb meiner Wohnung.
Seit ca. 1 - 2 Monaten bin ich sehr unglücklich mit der Situation und habe angefangen, mich zurück zu ziehen. Letzte Woche Samstag haben wir uns das letzte mal gesehen und ich habe ihm gesagt, dass ich diese festen Tage gerne auflösen möchte und wir uns einfach wieder verabreden sollten, wenn wir Zeit und Lust hätten. Er war damit einverstanden und der Abend war dann auch noch sehr schön. Den Sonntag darauf schrieb ich ihm, wie sein Tag so war, woraufhin er relativ kurz und knapp antworte. Am Dienstag erhielt ich eine Nachricht von ihm, dass unser Treffen ja heute nicht stattfinden würde - er wollte sich nur rückversichern. Seitdem gab es keinen Kontakt mehr und ich möchte ihm einfach nicht mehr schreiben, bin aber gleichzeitig sehr geknickt, dass er es so hinnimmt, dass ich mich nicht mehr melde.
Nun frage ich mich, ob das der richtige Weg von mir war? Hätte ich es lieber ehrlich ansprechen sollen, dass ich nicht glücklich bin? Momentan habe ich das Gefühl, dass es langsam ausläuft, ohne eine richtige Aussprache .
Wenn jemand bis hierhin gelesen hat, wäre es schön, eure Meinung dazu zu hören
05.06.2017 14:21 •
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