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Gelöscht und abserviert

B
Zitat von Felica:
So stellst Du Dir das vor?

Passiert leider! Mit dem einen Mann erst drei Jahren verheiratet grinste nur alls ich es heraus fand,dass er vergeben ist.Sa kam auch nichts Nettes über seine Frau.Und was man hier liest,dass die Partner zumindest bei den Affairen als nicht besonders nett hingestellt werden....was ist damit? Ist ja schön,wenn Mann sich als Opfer des unsäglichen Ehepartners hinstellen kann und deshalb Trost und S e x woanders suchen muss.Hämisch lachen vielleicht nicht immer aber den Partner als lieblos hinzustellen macht es auch nicht besser.
Wenige sind ehrlich und sagen,dass sie ihre Partner lieben und nur einen Kick ausserhalb der Ehe suchen. Betrüger lügen häufig nach beiden Seiten nur die Affaire weiß,dass der Betrüger lügt um sich vergnügen zu können.

17.06.2021 08:20 • x 1 #1696


F
Zitat von Karili:
Ich würde mir in der Situation deines AM auch irgendwann gesagt haben, dass ich das nicht nötig hätte und jemand verdient hätte, der meinen Gefühlen und meiner Zeit würdiger ist. - Aber in einer so langen Affärenzeit schleicht sich bestimmt auch liebgewonne Gewohnheit ein, oder ist das falsch?


Tja, ihm war nie ganz wohl damit. Letztendlich waren wir beide unsere 1.Affäre und ziemlich unerfahren. Aber wir konnten nicht voneinander lassen, bis er es nicht mehr konnte (s.Thread). Nach 4 Monaten hatte er es sich anders überlegt und hätte alles akzeptiert, Hauptsache, es geht weiter.

Wir haben uns nur alle 2-3 Wochen gesehen. Es gab Gewohnheiten und auch Kosenamen, aber nicht mit einem Liebeshintergrund. Und trotzdem waren wir uns nahe, klar. Daher war das abrupte Löschen etc..für mich auch so schwer zu verstehen.

17.06.2021 08:26 • x 1 #1697


A


Gelöscht und abserviert

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paulaner
Zitat von Butterblume63:
Ist ja schön,wenn Mann sich als Opfer des unsäglichen Ehepartners hinstellen kann und deshalb Trost und S e x woanders suchen muss.Hämisch lachen vielleicht nicht immer aber den Partner als lieblos hinzustellen macht es auch nicht besser.

Das habe ich ja hier im Forum gelernt.
Gerade Männer, die fremdgehen, erzählen fast immer von der ach so schlechten Ehe.
Und ganz viele Frauen rutschen dann in diese Mitleidsschiene.

Der AM meiner Frau genauso. Der hat meiner Frau, die ja seine Angestellte war, über seine Frau Sachen erzählt...das gehört sich ganz einfach nicht. Und normalerweise hätte meine Frau das auch sehr seltsam gefunden. Und hätte mir normalerweise das zu Hause erzählt, wie befremdlich sie das findet.
Leider hatte da aber der Hormonrausch schon zu stark zugeschlagen...

17.06.2021 08:27 • x 1 #1698


F
Zitat von Butterblume63:
Wenige sind ehrlich und sagen,dass sie ihre Partner lieben und nur einen Kick ausserhalb der Ehe suchen.

Bei mir war das klar.

17.06.2021 08:27 • x 1 #1699


T
Zitat von Karili:
@Felica Ich versuche immer noch herauszufinden, wie ein Mensch sich so spalten kann. Mein Ex hat seine Ziehkinder 6 Wochen bei uns aufgenommen, ohne ...

Wärst du denn ohne das Versprechen auf eine gemeinsame Zukunft in der Affäre verblieben? Diese Versprechen gehören zum Warmhalten dazu. Männer wissen das. Genauso wie Liebesbekundungen. In Wahrheit wollen die meisten aber nicht ihre EF verlassen. Sie wollen einfach beides parallel laufen lassen. Das können Sie aber gegenüber der AF ja nicht so deutlich sagen, sonst wäre sie weg. Deshalb schön Hoffnungen schüren....die AF wird schon daran glauben. Bis sie doch mal iwann aufwacht und die Reißleine zieht.

17.06.2021 08:34 • x 1 #1700


K
Zitat von Butterblume63:
Passiert leider! Mit dem einen Mann erst drei Jahren verheiratet grinste nur alls ich es heraus fand,dass er vergeben ist.Sa kam auch nichts Nettes über seine Frau.Und was man hier liest,dass die Partner zumindest bei den Affairen als nicht besonders nett hingestellt werden....was ist damit? Ist ja schön,wenn Mann ...

Ich habe kürzlich Ewas über Schuldzuweisungen gelesen und die Opferrolle. Neben all den Störungen, die Menschen dazu bringen den Finger ihrer Misere auf andere zu richten, war ein Charakterzug schlicht Bequemlichkeit. Und klar, es ist bequemer zu sagen, dass der Erstpartner einen über Jahre finanziell knebelt - man hätte in der Zeit zwar schon einmal Gütertrennung o.Ä. zur Befreiung anleiern können - hat man aber nicht. Oder die Kinder würden vom Erstpartner verschleppt und man würde sie nie wiedersehen - als gäbe es hierzu keine Gesetze. Oder der Partner ist todsterbenskrank, psychisch labil, hat einen in der Vergangenheit gerettet und deswegen wäre es moralisch geradezu verwerflich sich aus dem Staub zu machen. Oder man würde sich trennen. Ganz bestimmt. Nur gerade nicht jetzt.

Der Großteil aller Lügen basiert auf Bequemlichkeit. Man geht dem Konflikt aus dem Weg und der Auseinandersetzung mit sich und seinem Leben.

Die Opferrolle dient aber nicht nur dem fremdgehenden Partner, sondern ist auch eine bequeme Entschuldigung für den AP, der/die sich nun nicht selbst mit dem Gedanken auseinandersetzen muss, nicht so großartig zu sein, um zur ersten Geige zu werden. Da sagt man den eigenen Freunden lieber, dass die EF/ der EM ein Humpelbein hat und die Affärenpartner hier rücksichtsvoll walten. Das wiegt dann auch aufkommende Schuldgefühle möglicherweise auf und man steht vor sich selbst wieder besser da.

Dann lieber offen sagen, dass man eine zweite Geige braucht und der Status nie erste Geige sein wird. Fände ich ehrlicher. Noch ehrlicher wäre es sich zu überlegen warum man eine zweite Geige braucht und die Karten offen auf den Tisch zu legen.

17.06.2021 08:35 • x 3 #1701


B
Zitat von Felica:
Bei mir war das klar.

Weiß ich,sehe dich aber eher als Ausnahme und nicht als Regelfall.
Allein schon deshalb,wenn mein Mann mich bei seiner Geliebten schlecht darstellt und sehr private Dinge dort zum besten geben sollte wäre es für immer vorbei. Gilt doch für Freundschaften auch,wenn der beste Freund einen verrät.
Ich glaube für viele ist nicht der Fremd s e x das Problem sondern die Lügen und der Verrat des Partners. Wie soll man solchen Menschen jemals wieder vertrauen? Ich glaube daran scheitert es dann oft noch nach Jahren und der Betrogene geht.

17.06.2021 08:41 • x 3 #1702


K
@Butterblume63

Das finde ich wichtig. Für eine Partnerschaft und Liebe gilt ein ähnlicher Codex wie in guten Freundschaften. Man steht füreinander ein. Schützt den anderen und die Freundschaft. Wenn sich eine beste Freundin hintenrum über mich auslassen würde, wäre ich bestürzt und hätte ähnlich wie durch den Betrug eines Partners Schwierigkeiten in Zukunft jemandem zu vertrauen.

17.06.2021 08:48 • x 2 #1703


B
Zitat von Karili:
@Butterblume63 Das finde ich wichtig. Für eine Partnerschaft und Liebe gilt ein ähnlicher Codex wie in guten Freundschaften. Man steht füreinander ...

Der schlimmste Betrug passierte durch eine sehr enge Freundin. Die sich über mich und die Krebserkrankung meines Mannes in einem Forum ganz fürchterlich ausließ. Diese Frau ist für mich gestorben. Aber ich bin ein Mensch der trotzdem weiter offen auf andere Menschen zugehen kann. Diese Menschen können schließlich nicht dafür, was meine Freundin an Verrat betrieben hat.

17.06.2021 08:53 • x 2 #1704


T
Zitat von Karili:
Das passt für mich jetzt nicht so vollständig zum Gefühlszustand in dem man in Liebesbeziehungen stürzt.

Es gibt verschiedene Schweregrade und ja, manche sind so schwer, dass es nicht mal zum Aufstehen reicht.
Ich habe mich über viele Jahre über das Thema Depressionen informiert, weil mein Mann eben eine solche diagnostiziert bekam und irgendwann auch in Therapie ging. Es ist nicht selten, dass ein Mensch mit leichten Depressionen eine Affäre beginnt. Einfach, um wieder etwas zu fühlen.
Zitat von Karili:
Zum Ausblenden: Tatsächlich geht das nicht.

Auch da muss ich widersprechen. Das ist bei Depressionen sogar im Hirn nachweisbar/messbar.
Zitat von Karili:
Da geht es um Verdrängung. Nicht um den Schutz der eigentlichen Partnerschaft

Ja, es geht um Verdrängung und um den Schutz von sich selbst. Mit der Partnerschaft hat das tatsächlich nichts zu tun.
Zitat von AllesBestens:
Das glaubst du.

Das weiß ich. Ich hatte mit der Ex-AF Kontakt. Und darüberhinaus kenne ich meinen Mann.
Zitat von AllesBestens:
Und Depression ist jetzt die Entschuldigung für alles?

Nein! Das reicht vielleicht für mildernde Umstände und kann eine Erklärung sein, aber entschuldigen tut es nichts!

17.06.2021 08:55 • x 1 #1705


K
Zitat @Offspring78
Zitat:
(...)Reaktion wird keine kommen, dessen bin ich mir absolut sicher, aber wissen soll sie es.

bist du dir sicher, dass eine NICHT-Reagieren die beste aller Reaktionen sein wird? Du
weißt ja nicht, was du ihr JETZT wirklich mit auf den Weg gibst...und ein NICHT-Reagieren
hältst du wirklich für sicherer - Schwamm drüber....feddisch, nach soooo langer Zeit! DU
willst, dass sie den Schwamm drüber legt, kannst dir dennoch nicht sicher sein, dass sie es
wirklich tut, auch wenn sie nicht reagieren wird. Du beschreibst, wie DU reagieren würdest - nach
30 Jahren. Kann das sein?

Nach 30 Jahren wieder etwas aufzuwärmen - du hast 30 Jahre gehadert....mir DIR und der
Situation und wie deine EF 30 Jahre damit umgeht. Dem Vernehmen nach hat das doch aus IHRER Sicht 30 Jahre Agreement gegeben.....aus DEINER Sicht immer noch nicht.

Nach 30 Jahren willst du erneut Porzellan zerschlagen, was ggf. nicht mehr zusammengesetzt
werden kann? Willst du auch DAS noch mal als ihre Belastungsprobe sehen - auch wenn du
keine Reaktionen deiner EF erwartest - und du fühlst dich dann damit entlastet, erneut rehabilitiert? Wie stellst du dir den Rest deines Lebens vor, den Rest ihres Lebens, den Rest
der Zeit eurer Ehe, eurer gemeinsamen Zeit, solltest du den Brief wirklich übergeben?

17.06.2021 08:58 • #1706


T
Zitat von Karili:
Man geht dem Konflikt aus dem Weg und der Auseinandersetzung mit sich und seinem Leben.

Übrigens auch ganz typisch bei Depressionen.

17.06.2021 09:14 • x 1 #1707


K
Zitat von Trust_him:
Es gibt verschiedene Schweregrade und ja, manche sind so schwer, dass es nicht mal zum Aufstehen reicht. Ich habe mich über viele Jahre über das Thema Depressionen informiert, weil mein Mann eben eine solche diagnostiziert bekam und irgendwann auch in Therapie ging. Es ist nicht selten, dass ein Mensch mit ...

Depressionen sind ein extrem weiter Begriff mit unterschiedlichem Schweregrad. Das stimmt. Was jedoch auch stimmt, ist dass eine völlige Dissoziation so gut wie nie geschieht, es sei denn man wäre traumatisiert. Dann schließen sich im Gehirn tatsächlich Zugriffe auf bestimmte Erinnerungen. Diese Erinnerungen versuchen sich jedoch weiterhin Wege in das Bewusstsein zu bahnen. Sei es durch Flashbacks oder auch Träume.

Wenn jemand mit Depression diagnostiziert wird, wird er nicht entmündigt. Das bedeutet, dass er weiterhin Verantwortung für sich und andere trägt, auch wenn ihm das in dem Augenblick schwerfällt. Erst wenn die Gefahr besteht, dass er sich oder andere verletzten könnte, wird von außen gehandelt. Was ich sagen möchte, auch wenn jemand mit depressiven Verstimmungen seinem Leben durch eine neue Liebe Licht geben möchte, entbindet ihn das nicht vom Versprechen und der Verantwortung anderen Menschen gegenüber. Die Diagnose ist kein Freifahrtschein.

Oft ist eine solche Diagnose für den betrogenen Parter die erleichternde Erklärung. Und damit die bequeme.

@ Kuddel
Ich sehe das auch so wie du. Und auch hier ginge es für mich um die Verantwortung, die man für das Wohlergehen anderer hat. Nicht um den Egotrip sich selbst zu erleichtern oder etwas zum eigenen Nutzen anzukurbeln. Egal wie es anderen mit meiner Aktion dann geht.

17.06.2021 09:16 • x 2 #1708


K
Zitat @Butterblume63

Zitat:
Ich glaube für viele ist nicht der Fremd s e x das Problem sondern die Lügen und der Verrat des Partners

das geben die meisten Betrüger/innen, wie auch Betrogene offen zu, wenn sie direkt darauf angesprochen werden. Und im Grunde könnten Betrüger/innen, wie Betrogene daraus auch etwas mitnehmen - in die jeweilige Aufarbeitung. Es gibt viele Beispiele dafür im Forum zu finden, wie
hilfreich das für die jeweilige Aufarbeitung war, wenn sich der Situation wirklich offen gestellt wurde.

@Karili

Affären machen etwas mit den Beteiligten - manchmal vorteilhaft, manchmal allerdings auch zum Nachteil. Es wird keine Gewinner geben - auch wenn einige einen Nutzen aus der eigenen Affäre zu ziehen in der Lage sind. Auch Betrogene können einen Nutzen ziehen - schwer genug, aber möglich.

Du sprichst einen Ego-Trip an - den darf es nicht geben...egal bei wem. Das wäre eine Art von gewinnen wollen...über den eigenen EP! Wie schwer es ist, nach einer Affäre (wieder) Augenhöhe zu erreichen, ist sicher unstrittig, aber nicht unmöglich - das ermöglich wohl nur
eine offene Aufarbeitung, egal wie die letztlich ausgehen wird. egal ob mit oder ohne professionelle Unterstützung. Es liegt allein am Willen der Beteiligten, das zu erreichen - auch wenn es letztlich zur Trennung/Scheidung kommt.

Bitter ist immer - es werden so gut wie NIE involvierte Kinder/Jugendliche bedacht. Und da komme ich jetzt noch mal zum Ego-Trip - da stellen einige Betrüger/innen das persönliche Wohl ÜBER das Wohl der Kinder/Jugendlichen. Und Affären bergen nun mal die Gefahr, dass Familien auseinandergerissen werden - egal wie jung/alt die Kinder sind. Und wenn sich Eltern nichts mehr zu sagen haben, nur noch wie Bruder und Schwester zusammenleben, sich auseinandergelebt haben....dafür sind NICHT die Kinder verantwortlich. Auch Kinder, die bereits aus dem Haus sind, gehören dabei bedacht.

In einer Aufarbeitung einen bequemen Weg wählen zu wollen - was nutzt das? WEM nutzt das? Aufarbeitung = ALLE Karten auf den Tisch ohne jeden Vorbehalt. Zu schonen...warum? Zu schonen wäre trügerisch? Niemanden zu verletzen - das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber... die schmutzigen Aufarbeitungen reihen sich auch, weil beide Kontrahenten sich wirklich als Gegner sehen.

17.06.2021 09:39 • x 1 #1709


T
Zitat von Karili:
Dissoziation so gut wie nie geschieht, es sei denn man wäre traumatisiert

Wenn man aber traumatisiert ist und dies irgendwann in eine Depression mündet, ist es wieder möglich, sich abzuspalten.
Zitat von Karili:
Die Diagnose ist kein Freifahrtschein.

Da gebe ich dir selbstverständlich Recht!
Zitat von Karili:
Oft ist eine solche Diagnose für den betrogenen Parter die erleichternde Erklärung. Und damit die bequeme.

Naja, es lässt mich hoffen für die Zukunft, aber bequem waren die etwa 8 Jahre (von mehr als 20 Jahren Beziehung) mit seinen Depressionen (vor und während der Affäre) leider gar nicht.
Und mit den Suizid-Gedanken umzugehen bei jemandem, der viel mit dem Auto unterwegs ist, war auch nicht leicht.
Gemessen an dem, was ich da erlebt habe und verkraften musste, ist das Thema Affäre für mich vielleicht einfach nicht ganz so schlimm.
Ausserdem genieße ich heute unsere Ehe und unser Leben.
Er ist inzwischen soweit gesund, dass er ohne Medikamente klar kommt.
Er hat sich von allen Lasten befreit und ist mit seinen Leben wieder zufrieden.
Und wir sind wieder glücklich.

17.06.2021 09:42 • x 4 #1710


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