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Ex-Partner von Narzissten / Hochstaplern - Austausch?

J
Es ist ja auch existentiell bedrohlich, sich eingestehen zu müssen, nicht geliebt zu werden. Das ist doch etwas, das die eigene Grenze so weit überschreitet, weil man gar nicht verstehen kann, dass man nicht geliebt wird. Warum denn nicht? Hat man nicht alles gegeben? War man nicht gut genug? Ist man nicht liebenswert? Darum geht es. Und darum, nicht begreifen zu können, dass es Menschen gibt, die nicht lieben können. Unabhängig von einem selbst. Dass es nicht an dir liegt. Kann doch gar nicht sein? Doch. Kann sein. Ist so. Akzeptieren, sich selbst lieben, loslassen. Nichts und niemand bringt diese Menschen dazu, lieben zu können. Sie lieben sich selbst nicht. Sie kennen sich nicht einmal, sie fühlen sich nicht. Wie sollen sie jemand anderen lieben? Sie können es nicht.

06.06.2015 16:55 • x 3 #406


A
Ich zitiere hier mal meine Heilpraktikerin: Diese Menschen sind in sich selbst nicht Zuhause und damit sind sie nirgendwo Zuhause. Sie sind auf der Flucht vor sich selbst. Sie sind nicht geerdet, sie versuchen permanent den Spagat zwischen Himmel und Erde. Verantwortungslosigkeit, Gefühlslosigkeit und innere Unruhe sind ihnen eigen. Sie haben keinerlei Gefühle sich selbst gegenüber und damit auch keinem anderen gegenüber. Sie hassen sich, sie lieben sich selbst nicht. Und wer sich selbst nicht liebt, kann auch keinen anderen lieben. Gehen Sie und gehen Sie schnell oder werfen ihn raus. Was er Ihnen antut, davor hat er am meisten Angst. Es endet in Ihrer völligen psychischen und dann auch körperlichen Zerstörung. Erwarten Sie keine Hilfe von ihm, denn das setzt wiederum Gefühle voraus. Zitat Ende

06.06.2015 17:14 • x 3 #407


A


Ex-Partner von Narzissten / Hochstaplern - Austausch?

x 3


Z
Zitat von BlackSwan:
Liebe Aprilwetter
Liebe Herbstfee
vielen Dank für eure Antworten. Die Beziehung ist eh merkwürdig und am Ende sein Problem. Er hat es sich ausgesucht und das Gute nie gepflegt. So ist er. Er kann sich nicht einmal um eine Pflanze kümmern. Alles stirbt.

@Herbstfee: nein, die Trennung von persönlichkeitsgestörten Menschen ist nicht gleich wie von einem normalen. Wo wir aber aufpassen müssen ist, dass wir uns am Ende nicht verlieren. Das Endergebnis einer Trennung sollte der Abschluss und def Schritt nach vorne sein. Wir traumatisierte drehen uns immer im Kreis und es bringt nichts. Es tut gut, mal den Frust raus zu lassen, abef es ist so wie es ist und das Leben hat viel mehr zu bieten als das wir es mit Trauern vergeuden. Trauer ist gut, aber irgendwann muss schluss sein. Und das liegt alleine an uns.


Da stimme ich Dir voll zu.
Eine interessante Frage ist für mich mittlerweile, wie ich wieder Vertrauen in einem Menschen haben kann. Wie geht das?
Eine Frage an Euch, mit der ich jetzt 2mal konfrontiert war: Warum ist die Beziehung auseinander. Ohne das ich eine Litanei erzählen möchte.
Denn es gibt auch ein Leben danach.
Was sagt Ihr dazu?

LG

06.06.2015 17:22 • #408


A
@Jordis

hier zitiere ich mal meinen besten Freund: Du warst für ihn Objekt und nie Subjekt.

All diese Dinge gingen mir auch durch den Kopf: wieso liebe ich und es kommt nichts zurück? Was mache ich falsch usw.

Heute weiß ich, dass ich mich wieder auf mich konzentrieren muss. Ich habe beileibe nicht alles richtig gemacht, dann wäre ich ein Übermensch. Ich habe aber auch nicht alles falsch gemacht. Im Grunde habe ich, weil ich ja auch meine Strickmuster habe, nichts anderes gemacht als in meiner 17jährigen Ehe. Dort ist mir nie vorgeworfen worden, dass ich alles falsch mache bzw dort hatte ich nicht das Gefühl, alles falsch zu machen. Mein Exmann ist heute noch für mich da. Dieses Gefühl aus eben meiner Ehe hilft mir jetzt, wieder mit mir ins Reine zu kommen und mich zu entdrehen

06.06.2015 17:28 • #409


A
@zuversichtstärke (Grüße vom kleinen zänkischen Bergvolk nach zwischen Lahntal, Westerwal und... )

Weil die Objektbezogenheit nicgt mehr da war. Weil wir den Anforderungen nicht mehr genügt haben. Weil wir aufmüpfig/sehend wurden. Weil unsere Energie erschöpft war. Weil wir keinen Platz mehr in den Plänen oder so des N.'s hatten. Weil sie wussten, dass sie durchschaut waren.

Die Antwort auf die Frage nach dem Vertrauen wüsste ich selbst gern. Ich habe momentan auch Bedenken, ob ich nicht vielleicht überreagieren und damit einem neuen Partner Unrecht tun würde, wenn ich allerkleinste Parallelen zum N. bemerken würde. Ich bin gerade hochsensibel bei diesem Thema.

Das Leben danach gibt es, klar. Aber der Weg dahin führt über mich selbst und ist gepflastert mit teilweise bitteren Erkenntnissen. Obwohl ich denke, dass es vielleicht sogar ein reicheres Leben ist. Gerade durch diese, was auch immer es war, habe ich viel über mich gelernt. Ich habe mir eingestehen müssen, dass auch in mir dunkle Seiten sind, die hrgelockt wurden. Alles in allem, es war trotzdem eine lehrreiche Zeit.

LG

06.06.2015 17:46 • #410


A
Dazu fällt mir noch ein: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

Ich werde noch mehr tun, mich noch mehr anpassen, versuchen seine Launen geduldiger zu ertragen. Wo war ich denn? Ich habe mich fast bis zur völligen Selbstaufgabe angepasst. Das Ende vom Lied: wenn mir nicht meine Heilpraktikerin und 2 gute Freundinnen sowie meine Hausärztin die Augen geöffnet hätten, wäre ich jetzt als Psychowrack in der Psychiatrie. Ja ich wollte gefallen, ich wollte so geliebt werden wie ich geliebt habe. Das war zum Schluss mein einziger Lebensinhalt. Als ich dann mal über die , was auch immer es war, nachgedacht habe, zog ich mich immer mehr zurück. Damit waren auch die guten Vorsätze weg, d. h. der Weg zur Hölle gestoppt. Das hat er natürlich mitbekommen. Damit war ich wertlos. Mittlerweile bin ich froh darüber. Momentan stelle ich mir die Fragen: Was erwarte ich von einer Partnerschaft/meinem Partner? Was ist mir wichtig in einer Beziehung?

LG

06.06.2015 18:08 • x 1 #411


J
Herman Van Veen


Kleines Lied

Lüg mich bitte nicht an
nicht über was Großes, nicht über was Anderes
lieber hör ich das Vernichtendste,
als dass Du lügst
denn das ist noch vernichtender

Lüg nicht über Liebe
über was Du fühlst, oder was Du fühlen möchtest
lieber würde ich traurig
als dass Du lügst
denn das ist noch viel trauriger

Lüg mich nicht an über Gefahr
denn ich fühl doch Deine Angst
und was ich wahrnehme ist wahr
oder ich kenne Dich nicht
und das ist noch gefährlicher

Lüg mich bitte nicht an über Krankheit
lieber seh ich in die Tiefe
als dass ich mich verlier
in einer Deiner netten Ausreden
denn dadurch verlier ich mich noch tiefer

Lüg mich nicht an übers Sterben
weil, so lange wir noch sind
finde ich das zugangslos
nicht mitzuteilen, was Du denkst
schlimmer noch und so viel toter

Schlimmer noch und so viel toter

06.06.2015 18:20 • x 3 #412


A
@Franzi

Sehr treffend: Dieser Versager! Nur weil man nicht erwachsen werden will.

Er weiß es, dass er einer ist. Damit er es aber nicht fühlt, musstest Du versagen. Nicht erwachsen werden wollen: Gefühlsebene eines 3-4 Jährigen. Wenn ich nicht bekomme, was ich will, bin ich beleidigt, schmolle rum, mache mein Spielzeug kaputt. Dann kümmern sich wieder alle um mich. Schuld sind eh immer die anderen. Eine Freundin sagte mal: Ich habe 3 Kinder: Tina, Basti und ich nicht! Ich nicht lebt im Schrank und wurde von uns noch nicht gesehen. Aber er ist da.
Diese Maxime haben aber die N's zu ihrem Lebensmotto erkoren. Alles, aber auch wirklich alles wird den Eltern und anderen in die Schuhe geschoben. Damit haben sie immer die perfekte Ausrede. Nur weil ich als Kind nie das.... und jenes! Es bleibt dabei: im Grunde armr Würstchen, wenn der Zerstörungstrieb nicht so ausgeprägt wäre.

LG

06.06.2015 18:22 • #413


A
@Jordis

Danke! So traurig, so schön, so treffend, so wahr!

Jetzt kullert ein Tränchen.

06.06.2015 18:25 • x 1 #414


J
Zitat von Aprilwetter:
@Jordis

Danke! So traurig, so schön, so treffend, so wahr!

Jetzt kullert ein Tränchen.


Ich habe Dir eine PN geschickt.

06.06.2015 18:40 • #415


A
@all

Ich sinniere jetzt mal nicht über die was-auch-immer-es-war, sondern über meine Ehe:

Kennengelernt hatten wir uns 1997 übers Radio. Ich habe zu der Zeit in Bielefeld gearbeitet als Ausbilderin. Er ist Lehrer. Eine Freundin hatte mich bei dem Radiosender angemeldet, ich glaube, die Sendung hieß Partnertreff Ich, die Ulknudel also dahin, mit dem Moderator meine Spässchen gemacht und immer wieder die Anrufe live beantwortet. Zum Schluss hatte ich 24 Zettel mit potentiellen Interessenten. Ich habe ihn dsnn angerufen, wir trafen uns am darauffolgenden Samstag das erste mal. Es war keine Symbiose, er war er, hat klargestellt, was seine Hobbies sind und das er sich dort trotz aller Liebe nicht reinreden lässt. Wir hsben 1999 geheiratet, wir hatten unsere kleinen und größeren Krisen. Vor allem aber haben wir immer zueinander gestanden. Als ich krank war, hat er sich um mich gekümmert, genauso anders herum. Probleme wurden beredet, es wurde konstruktiv diskutiert. Wir haben uns immer gegenseitig respektiert und tun es heute noch. Er hat mich nie mit meinen Problemen allein gelassen, ich habe dasselbe für ihn getan. Irgendwann mussten wir feststellen, dass unsere Lebensplanungen nicht mehr zusammen passen, leider. Wir sind im Guten auseinander gegangen und heute richtig toll befreundet.

Das, was ich danach erlebt habe, war das vollkommene Gegenteil.

Ich bin froh, dass der eine immer noch in meinem Leben ist und der andere so gut wie nicht mehr. Den letzteren möchte ich nicht mal als Freund. Da hätte ich wieder Bedenken, dass ich das Objekt bin, was gerade mal die Funktion erfüllt, die er braucht.

LG, hier braut sich gerade ein Unwetter zusammen.

06.06.2015 18:49 • #416


B
Zitat von zuversichtstärke:
Zitat von BlackSwan:
Liebe Aprilwetter
Liebe Herbstfee
vielen Dank für eure Antworten. Die Beziehung ist eh merkwürdig und am Ende sein Problem. Er hat es sich ausgesucht und das Gute nie gepflegt. So ist er. Er kann sich nicht einmal um eine Pflanze kümmern. Alles stirbt.

@Herbstfee: nein, die Trennung von persönlichkeitsgestörten Menschen ist nicht gleich wie von einem normalen. Wo wir aber aufpassen müssen ist, dass wir uns am Ende nicht verlieren. Das Endergebnis einer Trennung sollte der Abschluss und def Schritt nach vorne sein. Wir traumatisierte drehen uns immer im Kreis und es bringt nichts. Es tut gut, mal den Frust raus zu lassen, abef es ist so wie es ist und das Leben hat viel mehr zu bieten als das wir es mit Trauern vergeuden. Trauer ist gut, aber irgendwann muss schluss sein. Und das liegt alleine an uns.


Da stimme ich Dir voll zu.
Eine interessante Frage ist für mich mittlerweile, wie ich wieder Vertrauen in einem Menschen haben kann. Wie geht das?
Eine Frage an Euch, mit der ich jetzt 2mal konfrontiert war: Warum ist die Beziehung auseinander. Ohne das ich eine Litanei erzählen möchte.
Denn es gibt auch ein Leben danach.
Was sagt Ihr dazu?

LG

Vielleicht müssen wir anders denken und zwar in Lebensabschnitte wo uns Menschen begleiten und wieder verlassen. Den Moment geniessen und die Erwartungen an einer um jeden Preis erfolgreichen Beziehung runterschrauben. Ich kann mich nicht so gut erklären aber ich bin mir ernsthaft am überlegen, nicht anhand der Erfüllung durch Beziehung sondern an Erfüllung der eigenen Wünsche zu leben. Und falls ein Mann kommt, mich schon binden aber mit Abstand und ein Ende der Beziehung als Rückkehr in das schöne Singleleben zu zelebrieren. Aber ob das überhaupt möglich ist, weiss ich nicht, denn viele Sachen werden sowieso vom Unterbewusstsein gesteuert.

06.06.2015 23:08 • x 1 #417


S
Zitat von lilli2015:
...was habe ich meinen Kindern damit angetan?


Liebe lilli,

Das klingt nach vergangenheit und ich nehme an, die kinder leben bei dir oder wechselnd bei ihrem vater und dir. Ich meine damit, dass du an ihrem jetzigen verhalten abschätzen kannst, ob sie dich für diese zeit verdammen. Kinder verzeihen sehr wohl, wenn du ihnen nicht ihr bauchgefühl abgestritten hast. Kinder sind äußerst sensibel. Sie merken, dass da was nicht stimmt und fragen: mami, gehts dir gut? Nicht gut ist dann zu antworten: nö, alles in ordnung. Sie merken es!
Es gibt im leben immer mal schwere prüfungen, die genauso dazugehören, wie die guten zeiten. Das leben ist nun mal kein ponyhof...
Was du ihnen aber sehr wohl gezeigt hast mit der trennung, dass man auf sich auch aufpassen muss. Das man eben sogar mal gehen muss, auch wenn es schwer fällt. Damit hast du ihnen eine große bewältigungsstrategie gezeigt. Man darf sich wehren!

Ich weiß, was du meinst: kinder brauchen einen immer als leuchtturm im leben! Was aber, wenn der leuchtturm nicht leuchtet, apathisch in der ecke hockt, ständig nur mit sich selbst beschäftigt ist und richtig flügellahm ist?
Trotzdem ist jedoch die verbindende liebe da! Ich nehme nicht an, dass du sie geschlagen hast, wenn du wütend auf den erzeuger warst! Nur dann werden sie dich hassen, nur dann werden sie dir nie verzeihen.
Mal für einen zeitraum nicht so präsent gewesen zu sein, macht ihnen im nachhinein nicht so viel aus. Es verursacht keinen schaden. Sie waren ja auch keine babys mehr - sie waren schon relativ groß.

Auch ich war mal eine zeitlang nur mit mir beschäftigt. Meine große meinte jahre später zu meinen eigenen vorwürfen:
weißt du mutti, ja, das war doof, aber ich wusste immer, dass du mich liebst. Du hast immer zu mir gestanden hast und mich immer verteidigt. Und dich schlussendlich getrennt.

Vielleicht, liebe lilli, sehen das deine kinder auch so. Frag sie nur!

Lg saxana

06.06.2015 23:29 • x 1 #418


S
Ja hallo, liebe unschuldigschuld, da biste ja wieder!
Du warst lange weg...
Wie konntest du es wagen , ohne uns wieder heile zu werden?
Hm, erstaunlich! Wenn ich mich recht erinnere, hattest du ein sonderliches schw.ein geliebt.

Wie gehts dem sch.wein heutzutage? Schon ein paar würstchen von ihm hergestellt?

Alles gute weiterhin!
saxana

06.06.2015 23:34 • #419


C
Hallo ihr,

Zitat:
Das ist doch etwas, das die eigene Grenze so weit überschreitet, weil man gar nicht verstehen kann, dass man nicht geliebt wird. Warum denn nicht? Hat man nicht alles gegeben? War man nicht gut genug? Ist man nicht liebenswert? Darum geht es. Und darum, nicht begreifen zu können, dass es Menschen gibt, die nicht lieben können.


Ja man ist in diesen destruktiven Bezehungen immer mit zweierlei beschäftigt:
1. genüge ich denn? Bin ich nicht liebenswert?...Wird er mich verlassen?
2. man versucht den Narz zu verstehen. Warum hat er sich so verhalten?, warum hat er dieses und jendes getan?...
Beides gehört nicht in eine Beziehung (im Gegenteil: klare Kommunikation und Wertschätzung ist die Basis einer Beziehung).
Man ist also krankhaft in diese Gedanken und Gefühle verstrickt und kommt gar nicht dazu, den Partner/Narz/Bordi mit klarem Blick zu sehen. Genau das vermeidet er unermüdlich. Auch diese Distanzspielchen dienen zum einen der Erziehung (wenn du nicht spurst bin ich weg), zum anderen bleibt der Narz spannend. Spannend nicht durch seinen Charakter sondern durch seine Abwesenheit. Ein Mensch der sich ständig entzieht, Verwirrt, löst Sehnsucht aus und sei es nur die Sehnsucht nach Klärung.
Würde man mal ein paar Monate die konstante Gegenwart, frei vonn Verstrickungen mit seinem Narz erleben, würde man gewahr werden, wen man da vor sich hat.
Soweit lässt es ein N nie kommen. Die Leidenschaften, die Konflikte, die Ungewissheit...werden immer aufrecht erhalten. DAS ist der klägliche Inhalt der Beziehung inklusive der Hoffnung.

Ich habe inzwischen Gedanken über meinen Ex...von denen ich immer geglaubt hätte, ich könnte sie nie überhaupt einem Menschen gegenüber haben.
Ich sehe ihn sowas von klar dass mir fast übel wird. Ich war extrem verblendet. Sehnsucht? Sehnsucht nach so einem Menschen? Nein. Ich habe ein Gefühl, das ich zuvor nicht kannte: Ekel. Ich hätte gerne ein versöhnlicheres Gefühl und ich bin wie ihr hier alle wohl ein (wahrscheinlich zu )versöhnlicher Mensch. Ich kann in Mitleid vergehen, Verständnis für alles haben...Und wenn man mal die Kindheit eines Narz als Spielfilm sehen würde, würde es einen sicher zu Tränen rühren...
Aber ich müsste mich inzwei reißen um dem Mann der mich missbrauchte, auch noch Mitleid entgegen zu bringen. Auch wenn wir alle nicht vergewaltigt oder geschlagen wurden...wir wurden missbraucht. Wie April schrieb: wir waren Objekt, nicht Subjekt und das ist eine menschenverachtende Haltung. Man versucht doch in der Beziehung eigentlich unetwegt, Subjekt zu werden...und es wird einem nicht gewährt...sie haben eine sadistische Freude daran...Kann man einem Menschen etwas schrecklicheres antun als ihn wie ein Objekt zu behandeln?

Ausserdem sind diese Menschen so verkorkst dass sie auf Mitleid/Mitgefühl nicht wie normale Menschen reagieren. Sie werden jedes Gefühl das man ihnen entgegen bringt nur dafür nutzen, sich einen Vorteil zu verschaffen, einen einzuwickeln usw.
Sie klatschen sich triumphierend in die Hände wenn sie unsere Anteilnahme geweckt haben. Ich habe es einmal hautnah erlebt. Er weinte bitterlich...und ich tröstete ihn. Und zack! wars vorbei mit der Trauer. Er sprang mit einem triumphierenden Lachen wieder auf und setzte seine Manipulationen sofort wieder fort...

Ich fühle auch keinen Hass, kein Interesse, nichts...Nur Ignoranz und Ekel (wenn ich an unsere Zeit denke).
Manchmal glaube ich, dass wir Ex von solchen Menschen uns durch Träumerei, Hoffnung, Analysen, verständnis...vor der Erschütterung schonen, die es mit sich bringt wenn man wirklich erkennt, was mit einem gemacht wurde.

Ich kann noch immer vertrauen (gerade weil ich ihn klar erkannt habe und verstanden habe warum mir das passierte)...ich sehne mich nicht mehr...und ich bin wieder sehr zufrieden mit meinem leben...Doch ich muss damit leben, beschmutzt worden zu sein.

06.06.2015 23:53 • x 4 #420


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