ich möchte meinem Vorredner insofern widersprechen als ich mit allen meinen Exfreunden - und einigen Ex-Affären noch durchaus guten, respekt- und vertrauensvollen Kontakt pflege. Es handelt sich allesamt um Menschen denen man sehr viel Liebe und Wertschätzung entgegegen gebracht hat und das nicht ohne Grund. Natürlich gibt es Fälle, wo es angemessen ist den Kontakt komplett und dauerhaft einzustellen - wenn - abgesehen von der Verletzung des Sich-Trennens noch andere Dinge vorgefallen sind... aber wenn das nicht der Fall ist, muss ich für mich sagen, bin ich abolut froh Freunde zu haben die mich so gut kennen, wie meine Exe und dadurch auch so wertvolle Gesprächspartner sein können wenn man es mal braucht... (gerade nach Trennungen reden meine Exe mit mir und umgekehrt sehr oft und viel und das kann sehr tröstlich sein).
Naja...... ich bin gerade am Überlegen wie ich hier meine eigene Geschichte erzählen soll.. ob ich da nen eigenen Thread aufmachen soll oder nicht... ich habe einfach das Bedürfnis das Leuten anzuvertrauen die in ähnlichen Situationen sind und Tipps und gegenseitigen Beistand auszutauschen... aber zu viele Threads sind ja auch doof, oder wie wird das gehandhabt?
Ich fühle mich jedenfalls gerade schrecklich ausgekotzt. Es ist so ein, entschuldigt dieses Wort, Hirn-Fick Monate oder Jahrelang (bei mir waren es nur 8 Monate aber 8 unglaublich intensive Monate) JEDEN Tag, oder fast schon jede Stunde lang in Gedanken bei diesem einen Menschen zu sein und dies dann plötzlich abschalten zu müssen. Da entsteht ein solches Vakuum, ein solch schales, leeres Gefühl.... es fühlt sich fast an wie eine Vergewaltigung des eigenen Kopfes, was man da durchmachen muss... einfach weil man da extrem gegen sich selbst, gegen alle Gewonheit, ja, sogar gegen liebevolle Gedanken ankämpfen muss, was sich unheilmich seltsam, verletzend und zuweilen noch einfach falsch anfühlt, da gerade in meinem Fall aufgrund einer sehr spontanen Trennung und der Tatsache heraus dass er mich noch liebt eben doch noch einige Hoffnung da ist, die aber, so sie vergebens wäre jetzt einfach augeblicklich ausgeschaltete werden sollte..... Ich weiß gar nicht wie ich mir da selbst helfen soll.. letztensendes sollte man sehr lieb zu sich selbst sein, darf aber andererseits nicht zu viel Verständnis für sich selbst aufbringen, damit man nicht in dieser endlosen Gedanken/Hoffnungs/Sehnsuchtsschleife bleibt.... Es fühlt sich einfach nur an wie schwer krank zu sein Und es tut sehr gut hier unter Betroffenen zu sein, die das zuweilen besser nachfühlen können als das Umfeld, das zwar diese gefühle auch kennt, aber eben aktuell nicht betroffen sind und dadurch eigentlich lieber nicht über diese Gefühle nachdenken....
09.08.2012 21:20 •
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