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Betrogen - Frau und Kinder weg Haus weg? Ein Alptraum

F
Zitat von Blind-Meg:
Spoileralarm: sich 2x am Tag umarmen, nette Worte sagen und kuscheln ist nicht wirklich innig nah.

Sich in den Arm zu nehmen und zu sagen, wie sehr man den anderen liebt, ist in meine Augen definitiv innig. Genauso wie täglich 45 Minuten spazieren zu gehen und darüber zu sprechen wie es einem heute geht. Oder auch die gemeinsame Zukunft, nah (Urlaub nächstes Jahr) wie fern (Altersruhesitz), zusammen zu planen. Das sind für mich sehr innige Momente...

Zitat von Blind-Meg:
Das kann man easy schauspielern.

Ich könnte das nicht. Ich kann meiner Partnerin keine Gefühle vorspielen, die da nicht sind. Würde ich auch niemals machen.
Und so etwas zu tun, empfinde ich als absolutes moralisches Armutszeugnis...

29.01.2025 13:25 • x 2 #256


Waris07
@frisco
Mir ging es eigentlich um was ganz anders nämlich...

Habt ihr denn in dieser schweren Zeit euch auch gezielt offen und ehrlich über eure jeweiligen Gefühle und Gedanken ausgetauscht?

Oft ist es ja so, dass genau das auf der Strecke geblieben ist. Weil das Drumherum, das Funktionieren eine höhere Priorität hatte.

29.01.2025 13:33 • x 1 #257


A


Betrogen - Frau und Kinder weg Haus weg? Ein Alptraum

x 3


Jane_1
Zitat von Nalf:
Die liebt im Zweifel immer noch, aber ist so maßlos enttäuscht, dass sie die letzten Monate als Albtraum erinnert.

been there, done that.
Zitat von frisco:
Doch während der ganzen Zeit hatte sie bereits eine Affäre und bereitet sich scheinbar schon auf ein Leben mit ihm vor. Wie geht das?

Könnte ich - so wie du es beschrieben hast - auch nicht. Und mein Ex-Mann, das muss man ihm dann zu Gute halten - konnte das, als er mich betrog auch nicht. Ich habe es übrigens ab der 1.Sekunde erahnt, aber er hat immer gemeint, da wäre nichts.

29.01.2025 13:39 • x 1 #258


N
@frisco Gab es nach Deinem Unfall denn auch ein Auflösen der sich dadurch verändernden Paardynamik?
Also z.B. folgendes (Gato magst ja konkret :
-Dass Deine Frau Dir gesagt hat, dass sie Angst hatte, nun auch die Versorgerrolle dauerhaft übernehmen zu müssen. Oder
-Einen (rituellen) Moment, an dem Du sie aus der zurückstehenden, dienenden Pflegetrolle entlassen hast und wieder den Platz als Fels in der Brandung eingenommen hast. Oder
-ein Moment, an dem Du ihr für die vergangenen Monate denkst und ihr sagst, dass sie jetzt wegen des Fußes keine Rücksicht mehr auf Dich zu nehmen braucht?

Und wie bist Du wieder auf Augenhöhe zu ihr gekommen? War das z.B. ein Ausgleich zu der Fürsorge, die Du bei ihr im Wochenbett angewandt hast? Oder bist Du ihr da was schuldig geblieben?

Es hat nichts mit Aufrechnen zu tun, sondern mit dem Auflösen einer Dynamik, die nur vorübergehend bestehen darf, wenn aus Liebe nicht Mitleid werden soll.

29.01.2025 13:55 • x 3 #259


ElGatoRojo
Zitat von Nalf:
sondern mit dem Auflösen einer Dynamik, die nur vorübergehend bestehen darf, wenn aus Liebe nicht Mitleid werden soll.

Vermutlich ist das erwartbar Vorübergehende der Knackpunkt. Nach solcher Situation ist eher wieder Augenhöhe möglich als nach einer Sache, die ständig ändert.

29.01.2025 13:59 • #260


F
Zitat von Waris07:
Habt ihr denn in dieser schweren Zeit euch auch gezielt offen und ehrlich über eure jeweiligen Gefühle und Gedanken ausgetauscht?

Ich habe ihr oft gesagt, dass das sehr schwer für mich ist und dass ich Angst habe. Außerdem habe ich mich auch oft bei ihr dafür bedankt, was sie alles für mich gemacht hat.
Ihre Antwort war, dass das doch selbstverständlich wäre. Aber meine Ängste und Gefühle konnte sie nicht teilen ... ganz im Gegenteil, sie hatte auch überhaupt kein Verständnis dafür. Aber das ist gefühlt ein generelles Problem meiner Frau - fehlende Empathie. Das fällt mir auch im Umgang mit unserer Tochter immer wieder auf...

29.01.2025 15:03 • x 1 #261


F
Zitat von Nalf:
-Dass Deine Frau Dir gesagt hat, dass sie Angst hatte, nun auch die Versorgerrolle dauerhaft übernehmen zu müssen.

Darum ist es nie gegangen, dass sie die Versorgerrolle hätte übernehmen müssen. Selbst wenn ich mit meinem rechten Bein nicht mehr (richtig) hätte laufen können, hätte ich meinen Job weiter ausüben können.
Gefühlt hatte meine Frau auch nie Angst, wie das weitergehen könnte.
Sie war gefühlt nur genervt, dass sie sich jetzt um mich kümmern musste und dass ich teilweise so schlecht drauf war. Das konnte sie überhaupt nicht verstehen. Deshalb habe ich mich oft bei ihr entschuldigt und schon sehr frühzeitig versucht, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder auf eigenen Beinen zu stehen.

Zitat von Nalf:
-Einen (rituellen) Moment, an dem Du sie aus der zurückstehenden, dienenden Pflegetrolle entlassen hast und wieder den Platz als Fels in der Brandung eingenommen hast.

Nein, einen bestimmten Moment oder Augenblick gab es da nie, weil ja auch nicht auf einmal wieder alles gut war.
Natürlich habe ich, wie oben schon geschildert, versucht, so schnell wie möglich wieder alles selbst erledigen zu können, damit ich meiner Frau dadurch nicht zur Last falle. Deshalb habe ich mich dann schon früh zuhause viel mit Rollstuhl und Krücken bewegt, um selbstständig zu sein.

Zitat von Nalf:
-ein Moment, an dem Du ihr für die vergangenen Monate denkst und ihr sagst, dass sie jetzt wegen des Fußes keine Rücksicht mehr auf Dich zu nehmen braucht?

Wie auch schon oben geschrieben, habe ich mich ständig bei ihr bedankt und entschuldigt. Aber da ich bis heute Probleme mit meinem Bein habe, ist es auch immer noch notwendig, darauf Rücksicht zu nehmen. Womit weder meine Freunde, noch meine Familie ein Problem haben ... nur eben meine Frau.

Zitat von Nalf:
Und wie bist Du wieder auf Augenhöhe zu ihr gekommen? War das z.B. ein Ausgleich zu der Fürsorge, die Du bei ihr im Wochenbett angewandt hast? Oder bist Du ihr da was schuldig geblieben?

Diese Ansicht finde ich gleich auf mehreren Ebenen falsch.
Erstens waren wir immer auf Augenhöhe miteinander. Wir waren ja immer noch gleichberechtigte Partner. Sie hat sich im Falle einer sehr schweren Verletzung um mich gekümmert. Das sehe ich in einer gleichberechtigten Beziehung aber als selbstverständlich an und hätte ich für sie ganz genauso gemacht.
Zweitens klingt das für mich so, als müsste man gute Taten in einer Beziehung ausgleichen. Ich hab mich im Wochenbett um sie gekümmert und ihr geholfen als unsere Tochter noch sehr klein war. Jetzt habe ich einmal Pflegen bei einer schweren Verletzung gut. Diese Prinzip finde ich abscheulich. Entweder sind Partner gleichgestellt, dann macht man sowas gerne für den anderen ... auch ohne Gegenleistung. Oder wenn das nicht der Fall ist, sollte man die komplette Beziehung hinterfragen...

29.01.2025 15:24 • x 2 #262


Birkai
@all

Nicht bös gemeint, aber wäre es möglich in @frisco Thread zu wechseln. Dies letzten Kommentare sind ja schon ziemlich spezifisch und haben mit der Geschichte des TE nicht mehr wirklich was zu tun.

29.01.2025 15:33 • x 2 #263


F
Zitat von Birkai:
@all Nicht bös gemeint, aber wäre es möglich in @frisco Thread zu wechseln. Dies letzten Kommentare sind ja schon ziemlich spezifisch und haben mit der Geschichte des TE nicht mehr wirklich was zu tun.

Ja, das wollte ich auch gerade schreiben und mich bei @Unsual83 entschuldigen, dass ich meine Probleme hier in seinem Thema breitgetreten habe ... sorry.

29.01.2025 15:39 • #264


Blind-Meg
Zitat von frisco:
Sich in den Arm zu nehmen und zu sagen, wie sehr man den anderen liebt, ist in meine Augen definitiv innig.

Kommt drauf an, ob man das mit oder ohne emotionale Beteiligung macht. Nicht zwingend.
Zitat von frisco:
Genauso wie täglich 45 Minuten spazieren zu gehen

Das sagt gar nichts über die emotionale Nähe aus.

Zitat von frisco:
und darüber zu sprechen wie es einem heute geht.

Da kommts wieder drauf an: tauscht man nur Informationen darüber aus, was man gemacht und erlebt hat, dann ist es nicht innig. Wenn man wirklich darüber spricht, was einen bewegt, was man denkt und fühlt und sich auch gegenseitig Fragen stellt und ein Gedankenaustausch (ohne das Ziel einer Lösung) stattfindet, kann das sehe innig sein.

29.01.2025 16:34 • x 3 #265


Blind-Meg
Zitat von frisco:
Gefühlt hatte meine Frau auch nie Angst, wie das weitergehen könnte.


Zitat von frisco:
Sie war gefühlt nur genervt

2x gefühlt. Also habt ihr nicht darüber gesprochen, sondern du hast es nur (nach)gefühlt?

Zitat von frisco:
Entweder sind Partner gleichgestellt, dann macht man sowas gerne für den anderen ... auch ohne Gegenleistung.

Aber nicht dauerhaft.
Mein Partner ist zB chronisch krank und hat so einige gesundheitliche Baustellen. Rücksicht darauf ist immer angesagt und seine Krankheiten machen uns manchmal Striche durch die Rechnung, dass wir nicht alles so machen können, wie wir wollen. Aber: wenn er andauernd nur eingeschränkt wäre und ich mehr Pflegerin als Partnerin wäre, würde ich das irgendwann nicht mehr gerne machen und es auch enorm belastend finden, vor allem wenn man selbst noch sehr gesund ist. Selbstverständlich finde ich das nicht, und schon gar nicht gerne.
Machen (über eine gewisse Zeit( kann man das ja, aber ich würde von meinem Partner nicht erwarten, dass er das gerne tut.

29.01.2025 16:43 • x 1 #266


Carlson74
Zitat von Blind-Meg:
Und genau DAS ist das Problem.
Der Mann sieht auf das Leben und denkt Wir haben doch alles, uns geht's super und die Frau sehnt sich nach was völlig anderem, nämlich emotionaler Nähe und Verbundenheit, Intimität (das ist NICHT S.!) und Wertschätzung.

Übrigens,: die Formulierung der Mann hilft im Haushalt mit suggeriert, dass der Haushalt primär die Aufgabe der Frau ist. Das ist noch so ein Ding: Haushalt ist 50:50, es sei denn, es wurde was anderes explizit vereinbart.

Kein Wunder, dass so viele Männer aus allen Wolken fallen, wenn die Frau sich aus heiterem Himmel trennt. Nur dass der Himmel schon lange nicht mehr heiter war.

Danke, du hast das für mich auf den Punkt gebracht... und irgendwie kommt mir da der Begriff Eden in den Sinn.
Also ich merke mir zukünftig die Begriffe emotionale Nähe, Verbundenheit, Intimität (das ist NICHT S.!), Wertschätzung und wenn diese dann Erwähnung finden, weiß ich, was ich zu tun habe .

29.01.2025 20:54 • #267


Igelfisch
Zitat von ElGatoRojo:
Offensichtlich ist es für Frauen relativ einfach, dem ihr vertrauendem Mann den Eindruck zu erhalten, er wird weiterhin geliebt.


Naja nicht nur (manche) Frauen sind so sondern auch (manche) Männer. Ich glaube Männer und Frauen stehen sich da in nichts nach.

31.01.2025 10:55 • x 3 #268


U
Hey ihr lieben,
ich war ein paar Tage abgetaucht, das macht einen doch alles mehr fertig als man sich selbst zugestehen möchte.
Mich erdrücken die ganzen Themen die auf uns zukommen, Unterhalt etc macht mir riesen Sorgen. Ganz davon ab dass ich vieles nicht verstehe...
Themen mit denen man sich nicht auseinandersetzen wollte, man immer froh war nur Zuschauer zu sein und man nun mittendrin ist.

Es den Kindern zu sagen war der schlimmste Tag meines Lebens. Das willst du einfach nicht, es fühlt sich so falsch an und man hat einfach gesehen, wie man ihnen die heile Welt entrissen hat. Schlimm, es hat mein Herz gebrochen.

Wir haben uns unterdessen auf das WM geeinigt, das läuft an und wir schauen was daraus wird. Glücklicherweise ließ sich das alles bei mir einrichten, wir müssen jetzt sehen wie sich das weiterentwickelt.

Ich unterdrücke aktuell für die Kinder viele Emotionen, ich will diesen Krieg unbedingt vermeiden, werde dabei aber teils verrückt. Wenn ich schöne Stunden mit den Kindern habe und sie mit gepackter Tasche zum Neuen fährt, puh, das ist doch alles krank. Die Bilder in meinem Kopf hab ich das exklusiv, ein schönes Gefühl... Einfach irre. Klar, es ist nun raus, es lebt sich jetzt einfacher und ungeniert. Dennoch, das mutet unfassbar respektlos an und dann sind wir bei dem die letzten Tage hier bestimmendem Thema im Thread.

Frau hat einfach emotional komplett abgeschlossen, Mann versteht die Welt nicht mehr. Es ist genau wie hier zuletzt beschrieben. Ich kann die ganzen Parallelen gar nicht glauben. Als Team hat man super funktioniert, als Paar anscheinend nicht mehr. Und bis zum letzten Tag die heile Welt vorgespielt, genau so war es.
Und dennoch muss ich reflektiert sagen, dass ich vor allem in den letzten 1-2 Jahren das Gefühl hatte, es ihr eh nicht mehr rechtmachen zu können. Interesse stieß auf kein Gegeninteresse, entsprechend hat man sich selbst zurückgezogen. Wenn Umarmungen, Annäherungen nur von einem ausgehen, unbeantwortet bleiben, dann zieht man sich selbst ja automatisch zurück. War dann auch irgendwie wie ein Teufelskreis.
Dazu ließ meine Ex aber Auch niemanden an sich ran, Probleme macht sie nur mit sich selbst aus, Geschweige dass sie Meinungen von jemand anders annimmt. Das hat es auch nicht einfacher gemacht.

Alles weiterhin schwer zu begreifen, wir kehren weiter die Scherben auf. Nach einigen schweren Tagen fällt das Denken wieder leichter. Aber emotional abschalten? Keine Chance, wenn man tagtäglich mit Ex, Kindern und offenen Fragen konfrontiert wird. Das klingt jetzt wahrscheinlich auch verrückt, ich schaffe es bei den ganzen Dingen kaum wütend zu sein, ich müsste vor Wut kochen, ausrasten, verrückt werden. Aber eigentlich schwanke ich nur zwischen Ungläubigkeit, Zukunftsangst und Ernüchterung, im Leben einige Schritte zurück gemacht zu haben. Wird sich sicherlich, diversen anderen Berichten hier im Forum sei Dank, irgendwann geben, aber derzeit ists ein einiger Kopfgulasch.

31.01.2025 22:58 • x 10 #269


Vienne
@Unsual83

Ich kann dich so gut verstehen, fühle dich mal gedrückt...

Als mein Mann sich für mich unerwartet trennte, war er ebenfalls so eiskalt...das Herz blutet und bleibt stehen, man versucht der Kids wegen zu funktionieren.

Das macht fassungslos, ich weiß...

Aber weißt du, das ist, weil sie schon viel weiter sind im Trennungsprozess. Sie haben ja schon abgeschlossen gehabt, sich entschieden...und wir mussten erst die Schockstarre erleben etc.

Glaube mir, das wird irgendwann wieder besser. Es dauert halt leider...

31.01.2025 23:11 • #270


A


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