Hallo,
mein Freund hat mich verlassen. Am Sonntag.
Er hat es schon vor Wochen angekündigt. Er wollte kämpfen, aber hat aufgegeben. Ich habe seit Wochen gemerkt, dass es ihm nicht gut geht. Es ging ihm nicht gut, wegen mir. Er konnte kaum schlafen, sich konzentrieren, fröhlich sein. Ständig war er gereizt, weil es ihn so fertig machte, dass er mir nicht geben kann, was ich, laut ihm, verdiene.
Nun ist er weg. Seitdem geht es mir gut. Ich muss keine Angst mehr haben, etwas falsches zu sagen, oder zu tun. Ich hatte die ganzen letzten Wochen das Gefühl, er ist depressiv. Aber er ist nur so, weil er sich wegen uns so fertig gemacht hat. Mir geht es deswegen gut, da ich die Hoffnung habe, dass es ihm jetzt besser geht. Ohne mich. Dass er wieder der sein kann, den ich so liebe.
Und dann kommt meine unendliche Angst, Angst vor dem Allein-sein. Ich kann nicht alleine sein. Ich habe Angst davor. Angst vor dem Leben. Leben ohne ihn! Ein Leben ohne Freude, Lachen, sein Gesicht, sein wunderhübsches Gesicht.
Ein Leben ohne Spaß (mit ihm), einfach nicht mehr daran teilnehmen dürfen.
Ich fühle mich so egoistisch. Ich muss mich doch freuen, dass es bald mit ihm bergauf geht, dass es ihm besser geht, er wieder der sein kann, der er ist!
Aber nein, ich muss nur daran denken, wie alleine ich mich fühle. Sobald meine Freundinnen weg sind, geht es mir wieder so schlecht. Gestern hatte ich bei meiner Mutter einen Nervenzusammenbruch. Sie tun mir alle so Leid, was ich ihnen antue, was sie aushalten müssen, nur um mich zu trösten.
Vor ihm war ich 6 Jahre mit einem anderen Mann zusammen. Es waren die schrecklichsten 6 Wochen meines Lebens, bis er in mein Leben kam. Von da an lernte ich, wie es ist, zu Leben, dass man Spaß haben kann, dass man nicht immer machen muss, was andere verlangen.
Er ist so etwas besonderes. Zerbrechlich, auch wenn er es nie zugeben würde. Ich hoffe, ich habe ihn nicht zerbrochen.
20.03.2013 11:27 •
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